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Archivwesen

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Familienforschung

Für genealogische Forschungen bietet das Sächsische Staatsarchiv vielfältiges Quellenmaterial. Da das Archivgut nur in seltenen Fällen nach Personennamen erschlossen ist, muss ein Familienforscher allerdings oft sehr zeitaufwändig und mühsam suchen. Eine intensive Vorbereitung des Archivbesuchs und eine schriftliche Voranfrage empfehlen sich deswegen sehr. Besonders wichtig sind Kenntnisse der deutschen Schrift des 16. - 20. Jahrhunderts, da die meisten Unterlagen in handschriftlicher Form vorliegen.
Im Regelfall muss die Benutzung persönlich erfolgen. Nur wenn z. B. wegen großer geografischer Entfernung eine persönliche Benutzung der Archive nicht möglich ist, kann die Recherche auch durch Archivpersonal erfolgen, sofern der Zeitaufwand nicht mehr als eine Stunde übersteigt. Dafür werden allerdings Gebühren nach den Sätzen der Sächsischen Archivgebührenverordnung erhoben. Die Benutzung von Unterlagen, die dem Datenschutz unterliegen (personenbezogene Daten), richtet sich nach § 10 des Sächsischen Archivgesetzes. Dies betrifft Daten von Personen, deren Todesdatum weniger als 10 Jahre bzw. deren Geburtsdatum weniger als 100 Jahre zurückliegt.
Bei schriftlichen Anfragen sind genaue Angaben über den bisherigen familiengeschichtlichen Kenntnisstand (Name, Vorname, Herkunftsort, zeitliche Daten) unerlässlich. Auskünfte werden nur aus den im Staatsarchiv vorhandenen Beständen und Sammlungen erteilt.

Auf den folgenden Seiten können Sie sich über die Schwerpunkte der familiengeschichtlichen Überlieferung in den einzelnen Abteilungen informieren.

Staatsarchiv Chemnitz
Hauptstaatsarchiv Dresden
Bergarchiv Freiberg
Staatsarchiv Leipzig


Hauptstaatsarchiv Dresden

Das Hauptstaatsarchiv Dresden ist zuständig für die Überlieferung der Ministerien des Freistaates Sachsen sowie der Gerichte, Behörden und öffentlichen Stellen im Regierungsbezirk Dresden. Dies gilt auch für deren Vorgängerbehörden. Es verwahrt Unterlagen von der Mitte des 10. Jahrhunderts bis zur Gegenwart.
Folgende Unterlagen sind für Familienforscher von besonderer Bedeutung:

Für bestimmte Quellengruppen stehen archivalische Hilfsmittel (Karteien und Indizes) bereit, die zeitübergreifend den im Archivgut enthaltenen Namenbestand nachweisen. Hervorgehoben seien die »Bauernkartei« (ca. 60.000 Nachweise über Bauerngüter und Häuser westsächsischer Dörfer), die »Bergmannsche Exulantensammlung« (böhmische Exulanten in Sachsen), die »Kartei der politisch Verfolgten 1830 - 1867«, verschiedene Inventare über Staatsbeamte, Gelehrte, Künstler und Schriftsteller sowie das biographisch-sachthematische Inventar »Theater und Musik«, ferner ein Katalog der in den Beständen des Hauptstaatsarchivs enthaltenen Leichenpredigten (Druck: Katalog der Leichenpredigten und sonstiger Trauerschriften im Sächsischen Hauptstaatsarchiv Dresden, bearb. von Rudolf Lenz u.a. (Marburger Personalschriften-Forschungen. 17, 1-2), Sigmaringen 1993).


Staatsarchiv Leipzig

Das Staatsarchiv Leipzig ist zuständig für die Überlieferung der Gerichte, Behörden und öffentlichen Stellen im Regierungsbezirk Leipzig. Dies gilt auch für deren Vorgängerbehörden. Es verwahrt Unterlagen vom Ende des 13. Jahrhunderts bis zur Gegenwart.
Von besonderer Bedeutung für familiengeschichtliche Forschungen sind die Bestände der Deutschen Zentralstelle für Genealogie (DZfG), die 1995 als Abteilung in das Staatsarchiv Leipzig eingegliedert wurde:


Staatsarchiv Chemnitz

Das Staatsarchiv Chemnitz ist zuständig für die Überlieferung der Gerichte, Behörden und öffentlichen Stellen im Regierungsbezirk Chemnitz. Dies gilt auch für deren Vorgängerbehörden. Es verwahrt Unterlagen, die vom 13. Jahrhundert bis zur Gegenwart datieren. Schwerpunkt der Überlieferung ist derzeit noch das 20. Jahrhundert.
Folgende Unterlagen sind für Familienforscher von besonderer Bedeutung:


Bergarchiv Freiberg

Das Bergarchiv Freiberg verwahrt die Unterlagen der mittleren und unteren sächsischen Bergverwaltungen sowie sächsischer Bergbau- und Hüttenbetriebe. Die Überlieferung reicht bis zum Ende des 15. Jahrhunderts zurück.
Folgende Unterlagen sind für Familienforscher von besonderer Bedeutung:


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