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Beständeübersicht

Bestand

10439 Grundherrschaft Nöthnitz

Datierung1618 - 1938
Benutzung im Hauptstaatsarchiv Dresden
Umfang (nur lfm)4,40
Lehnssachen.- Käufe und Verkäufe.- Pachtangelegenheiten.- Verträge.- Grundbuchangelegenheiten und Flurangelegenheiten.- Bausachen.- Brauwesen und Schankwesen.- Gutswirtschaft.- Ablösungen.- Dienste, Zinse und Steuern.- Militärangelegenheiten.- Amtsverwaltung.- Gerichtsbücher und Prozessakten.- Gräflich-Hoymscher Fideikommiss.- Lüttichau-Beichlingsches Familienstipendium.- Gräflich-Beichlingsches Familienstipendium.- Erdmannsdorfscher Familienfonds.
Für Nöthnitz, südlich von Dresden gelegen, wurde erstmals 1696 ein neuschriftsässiges Rittergut erwähnt. Die Herrschaft übte Erbgerichtsbarkeit aus.

Nachweislich zählte Nöthnitz 1378 zum castrum Dresden und seit 1590 zum Amt Dresden. Ab 1856 unterstand der Ort dem Gerichtsamt Dresden und seit 1875 der Amtshauptmannschaft Dresden.

Nöthnitz war ursprünglich im Besitz der Meißner Bischöfe. Erst 1453 gingen die Rechte auf die sächsischen Herzöge über, die seit diesem Zeitpunkt den Besitz an adelige Dienstmannen verliehen. Zum Nöthnitzer Rittergutsbesitz gehörte auch das Vorwerk Rosentitz. Spätestens ab 1540 wurden beide gemeinsam verliehen. Das ursprünglich dem Dresdner Maternihospital und sodann dem Dresdner Rat zinsende Vorwerk hatte damit seine rechtliche Eigenständigkeit eingebüßt. Im Jahr 1612 erwarb der Kurfürstliche Rat Dr. Joachim Ziegler Nöthnitz. Nach häufigen Besitzerwechseln zählten Nöthnitz und Rosentitz zu Beginn des 18. Jahrhunderts zum Besitz der Familie der Vitztum von Eckstädt, bevor das Gut 1732 in den Besitz der Elisabeth Christiane von Arnim, Ehefrau des Grafen Heinrich von Bünau, überging. Die Blütezeit von Nöthnitz fällt in die Mitte des 18. Jahrhunderts. Damals richtete der Staatsmann und Historiker Graf Heinrich von Bünau 1740 seine Privatbibliothek, die damals zu den größten Büchersammlungen der Region gehörte, im Schloss ein. Bibliothekar war Johann Michael Francke, der Erfinder eines neuen Katalogsystems für Bibliotheken. Nöthnitz ging 1820 an die Familie von Könneritz über, fünfzig Jahre später erwarben es die Freiherren von Finck, in deren Besitz sich das Schloss seit 1993 wieder befindet.

Weitere Angaben siehe 6. Herrschaften.
  • 2005 | Findbuch / elektronisches Findmittel
  • 2024-02-19 | Diese Ausgabe über AWAX 2.0.1.5
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