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Vereine, Vereinigungen, Religionsgemeinschaften

Das Vereinswesen entwickelte sich in Sachsen im Laufe des 18./19. Jahrhunderts. Das Gedankengut der Aufklärung aufgreifend, entstand zunächst in den bürgerlichen Kreisen ein verstärktes Bedürfnis für Austausch, Information und Bildung. In der Zeit des Vormärz wurden Turn- und Gesangsvereine, Redeübungsvereine und so genannte Gesellschaften, deren Mitglieder sich regelmäßig trafen, gebildet. In ihnen tauschten Bürger ihre Gedanken zu Politik, Kultur und Religion in geselligen Zusammenkünften, Vorträgen und Mitteilungsschriften aus. Die Frauenvereine des 19. Jahrhunderts hatten vor allem wohltätigen Charakter. Als politische Vereine hatten die während der revolutionären Ereignisse 1848/49 gebildeten Vaterlandsvereine und Deutschen Vereine einen erheblichen Einfluss auf die Politik. Die Arbeitervereine fanden in den 1860er Jahren einen bedeutenden Aufschwung und bildeten die Vorläufer der späteren sozialistischen und kommunistischen Parteien. Zweck der berufsständischen und wirtschaftlichen Vereine waren u. a. der Austausch von Erfahrungen und Forschungsergebnissen, die Verbreitung von Fachliteratur sowie die Fortbildung der Vereinsmitglieder. Zeitlich begrenzt war die Wirkungsdauer von Ausschüssen und Vereinigungen anlässlich von Festjubiläen, der Errichtung von Denkmalen oder der Veranstaltung von Ausstellungen. Längerfristige Wirkungen entfalteten dagegen die wissenschaftlichen Vereine als Träger oder Unterstützer von Museen sowie die kulturellen Vereine als Förderer regionalen Bewusstseins.
Verweis: Genealogische Vereine siehe unter "Sammlungen zur Personen- und Familiengeschichte"

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