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Beständeübersicht

Bestand

21858 Genealogischer Nachlass Erich Gruner

Datierung1824 - 1966
Benutzung im Staatsarchiv Leipzig
Umfang (nur lfm)2,00
Zur Biografie von Erich Gruner

Der Lebensweg des Künstlers Erich Gruner ist eng mit der Messestadt Leipzig verknüpft. [01] Hier wurde er am 14. November 1881 als Louis Erich Gruner geboren. [02] Nach dem Besuch der Realschule absolvierte der künstlerisch interessierte und talentierte Gruner von 1900 bis 1903 ein Studium an der "Königlichen Akademie für graphische Künste und Buchgewerbe" in Leipzig. Nachdem er den Militärdienst absolviert hatte, begab er sich im Sommer 1905 nach Paris, finanziert durch ein Stipendium seiner Heimatstadt sowie etwas selbstverdientem Geld durch den Verkauf von Zeichnungen. In der Metropole der Kunst erweiterte Gruner in den folgenden Monaten seine Kenntnisse, indem er in den Ateliers namhafter Künstler wie Jean Paul Laurens (1838-1921) mitarbeitete. Zudem schrieb er sich in die "Ecole Nationale et Spéciale des Beaux Arts" ein und war im Louvre und anderen Museen tätig. Daran schloss sich eine mehrmonatige Studienreise durch Frankreich, Belgien, Holland und Deutschland an, bevor Gruner schließlich im Herbst 1906 wieder nach Leipzig zurückkehrte. Mit dem ihm verbliebenen Geld erfüllte er sich seinen Traum: Er mietete ein Atelier und betrat den Weg in die Selbständigkeit als bildender Künstler.
Erich Gruner nahm nun Aufträge an, überwiegend auf gebrauchsgraphischem Gebiet, und war mit seinen Werken auf zahlreichen Ausstellungen in Deutschland und dem europäischen Ausland vertreten. Sein Bekanntheitsgrad und seine künstlerische Wertschätzung stiegen, was sich unter anderem im Auftrag für die Ausgestaltung des Festumzugs anlässlich der 500-Jahr-Feier der Universität Leipzig im Jahre 1909 äußerte. Gruner fand in dieser Zeit auch Eingang in den Freundeskreis des bekannten Leipziger Malers und Bildhauers Max Klinger (1857-1920). Im Januar 1910 übernahm er vertretungsweise an seiner ehemaligen Studienstätte, der "Akademie für graphische Künste und Buchgewerbe", die Leitung einer Malklasse und erhielt danach eine eigenständige Klasse für freies Zeichnen.
Am 9. Oktober 1911 [03] schloss Gruner die Ehe mit Johanna Katharina (genannt "Käthe") Meyer, der zwei Kinder entstammten. Die Zeit zwischen 1910 und 1930 war der hauptsächliche Schaffensabschnitt Erich Gruners. In ihr entstanden solch erfolgreiche Werke wie die heftig umstrittene Radierung "Judas" (1912). Unterbrochen wurde seine künstlerische Tätigkeit durch den Ersten Weltkrieg und die Einberufung, die ihn an Kriegsschauplätze nach Flandern und Polen führte. [04] Im September 1915 endete Gruners Kriegseinsatz aufgrund einer in Polen erhaltenen Verwundung.
Im Jahre 1917, kurz nach seiner Gründung, engagierte das Leipziger "Meßamt für die Mustermessen" Erich Gruner als künstlerischen Beirat. [05] Dies war der Beginn einer vieljährigen, fruchtbaren Zusammenarbeit. Herausragend war hierbei Gruners Gestaltung des Logos für die Leipziger Muster-Messe, des weltbekannten Doppel-M's, die noch 1917 erfolgte. Trotz des Erfolgs seiner Arbeiten litt Erich Gruner in diesen Jahren an starken Selbstzweifeln und Depressionen, die ihn zeitweise nahezu arbeitsunfähig machten. 1922 ging er mit seiner Familie für sechs Monate nach Rumänien, wo er künstlerische Arbeiten durchführte.
Anfang September 1930 erhielt Gruner vom Leipziger Oberbürgermeister Carl Friedrich Goerdeler (1884-1945) das Angebot, die Position eines Leiters der neu zu errichtenden "Kunstgewerbeschule der Stadt Leipzig" zu übernehmen. Gruner sagte zu und trat dieses Amt am 1. Januar 1931 im Rang eines Oberstudiendirektors an. Innerhalb kürzester Zeit erlangte die Leipziger Kunstgewerbeschule Reputation im gesamten deutschen Raum. Während des Dritten Reichs wurde auch die Kunstgewerbeschule, die in dieser Zeit mehrfach umbenannt und umstrukturiert wurde, von der NS-Ideologie vereinnahmt. Erich Gruner blieb hierbei als Direktor nur wenig Spielraum für eigenständiges Handeln. Er trat zwar nicht in die NSDAP ein, verhielt sich aber angepasst und bekannte sich öffentlich zum Nationalsozialismus. Erwähnt werden muss allerdings auch seine Freundschaft zum NS-Gegner Goerdeler. Der Zweite Weltkrieg brachte auch Unruhe in Erich Gruners Leben: Seine Wohnung brannte vollständig aus; die nunmehrige "Meisterschule des Deutschen Handwerks der Reichsmessestadt Leipzig" wurde ebenfalls zerstört und musste schließlich im Januar 1945 den Lehrbetrieb einstellen. Doch bereits im Oktober dieses Jahres, kurz nach Kriegsende, konnte der Unterricht in der rückbenannten "Kunstgewerbeschule" dank Erich Gruners Engagement unter dessen Leitung wieder aufgenommen werden. Zwischen Januar und Juni 1946 war die Schule wegen Fragen der Unterbringung und der Unterrichtsstrukturen geschlossen. Am 11. März 1946 wurde Erich Gruner auf Beschluss des Stadtrats vom Schuldienst entbunden.
Nach mehreren Notunterkünften konnte das Ehepaar Gruner 1946 eine neue Wohnung in der Ulanenstraße 20 (später umbenannt in Hoepnerstraße) in Leipzig-Gohlis beziehen, [06] wo sie bis zu Erich Gruners Tod lebten. Den kriegsbedingten Verlust zahlreicher seiner Werke überwand Gruner nur schwer. Er ging in den folgenden Jahren einer freien künstlerischen Tätigkeit nach, die als äußerst produktiv bezeichnet werden kann, und schuf zahlreiche Radierungen, Lithographien und Monotypien. Erich Gruner war kein Anhänger der DDR-Ideologie, entsprach aber den äußeren Forderungen des Staates. Er verstarb 85-jährig am 30. Dezember 1966 im Leipziger Krankenhaus St. Georg.
Obwohl Erich Gruners bekannteste Schöpfung, das Doppel-M der Mustermesse, auch heute noch sehr präsent ist, geriet der Künstler selbst nahezu in Vergessenheit. Er spielte seinerzeit jedoch eine "überaus wichtige Rolle in der Leipziger Kunstszene" [07] und machte sich mit seinen zahlreichen und vielfältigen Werken [08] – u. a. Werbegraphiken, Briefmarken, Illustrationen, Landschaftsmalereien, buchkünstlerische Werke, Bühnenbilder – auch über die Grenzen der Messestadt hinaus einen Namen. Erich Gruners persönliche Interessen galten in besonderem Maße der Genealogie und Heraldik.

Familiengeschichtliche Anmerkungen

Erich Gruner war der älteste von drei überlebenden Söhnen des Kaufmanns Louis Gruner (1844-1910). [09] Dieser stammte aus Chemnitz und zog nach Leipzig, wo er ein eigenes Geschäft eröffnete. Die Stammheimat der Familie Gruner liegt im Ort Reinsdorf bei Zwickau, wo der älteste nachweisbare Vorfahre Christoph Gruner (1548-1620) Bauer und Gerichtsgeschworener war. [10] Weitere Familienmitglieder sind im Gebiet um Reinsdorf als Erbbauern und hochgräflich Wildenfels-Solmische Richter nachweisbar. Erich Gruners Vater Louis heiratete am 12. Februar 1881 in Halle Clara Emilie Lenzner (1853-1934), deren Vorfahren u. a. aus Lauchstädt sowie dem Gebiet um Weißenfels stammten. Über eine Ahnenlinie ihres Großvaters Christian Ernst Kellermann (1803-1865) ist sie Nachfahrin solch bedeutender süddeutscher Patriziergeschlechter wie Frickinger, Imhof, Langenmantel, Lauginger, Peutinger, Vöhlin und Welser. Bis ins 10. Jahrhundert zurückverfolgen lässt sich die Ahnenfamilie Marschall von Pappenheim.
Erich Gruner ging 1911 die Ehe mit Johanna Katharina "Käthe" Meyer (geb. 1889) ein. Deren Vorfahren waren überwiegend in Sachsen beheimatet, der Ahnensektor ihres Großvaters väterlicherseits jedoch in der Gegend von Verden an der Aller. Die Vorfahren von Erich und Käthe Gruner waren größtenteils Angehörige der evangelisch-lutherischen Konfession. Erich Gruner selbst trat am 26. Oktober 1937 aus der Kirche aus und ließ sich und seine Angehörigen als "gottgläubig" in die Leipziger Meldekartei eintragen. [11]
Das Ehepaar Gruner hatte zwei Kinder: Der Sohn Werner Wolfgang Gruner wurde am 20. August 1912 geboren und verstarb am 11. Mai 1945 als Oberarzt bei Pisek in Böhmen. Er verheiratete sich am 16. September 1939 mit Dorothea Else Hueck (geb. 1917), der Tochter des Pathologen Prof. Werner Hueck (1882-1962). Die Tochter von Erich Gruner, Christiane Gruner, wurde am 18. August 1917 geboren. [12]

Bestandsgeschichte und -bearbeitung

Der genealogische Nachlass Erich Gruners gelangte am 16. Mai 1978 an die Zentralstelle für Genealogie in der DDR, welche 1995 in das Staatsarchiv Leipzig eingegliedert wurde. Die Abgabe erfolgte durch Gruners Tochter Christiane Boesch-Gruner. Der Bestand erhielt zunächst die Signatur NL 13. Ein maschinenschriftliches "Inhaltsverzeichnis" vom 15. Juni 1978 diente als provisorisches Findmittel, gab den Bestandsinhalt jedoch nur sehr stark verkürzend wieder.
Von Juni bis August 2011 erfolgte die Erschließung des Bestandes mit Erstellung des vorliegenden Findbuches durch den Unterzeichnenden. Hierbei wurde die Archivsoftware Augias 8.2 verwendet. Die bisherigen, zu einem unbekannten Zeitpunkt eingegebenen Verzeichnungsangaben mussten revidiert und erweitert werden, die vergebenen Archivaliensignaturen blieben erhalten. Es wurde eine vertiefte Verzeichnung mit umfassenden Enthält-Vermerken durchgeführt. Eine Systematik für genealogische Nachlässe fand Anwendung, wobei die Sortierung innerhalb der Ordnungsgruppen nach thematischen bzw. chronologischen Gesichtspunkten erfolgte.
Die bisherigen Signaturen 83 bis 95 waren fälschlicherweise dem Nachlass Erich Gruner zugeordnet. Es handelte sich hier um genealogisches Forschungsmaterial von Wilfried Kühne, so dass diese Unterlagen nun in den Bestand 22179 Genealogische Mappenstücke eingegliedert werden. Die bisherigen Signaturen 96 bis 102, Materialien des Genealogen Martin Ziller, wurden der richtigen Provenienz (Bestand 21934 Genealogischer Nachlass Martin Ziller) zugeordnet. Die bisherige Signatur 62 war ebenfalls irrtümlich im Nachlass Erich Gruners verzeichnet – dieses Archivale, Unterlagen des Familienforschers Rainer Friese, wurde in den Bestand 21936 Ahnenlistensammlung, Nr. 10436 (Ahnenliste Rainer Friese) integriert. Die dadurch frei gewordene Signatur 62 wurde an eine Archivalieneinheit vergeben, die zum Nachlass Erich Gruner gehört, jedoch bislang noch nicht verzeichnet war.
Zu einem früheren Zeitpunkt wurde bereits eine Reinigung, weitgehende Entmetallisierung und teilweise Verpackung des Bestandes durchgeführt. Im Rahmen der nunmehrigen Erschließung wurde die technische Bearbeitung komplettiert, was auch die Etikettierung beinhaltete.

Überlieferungsschwerpunkte

Der Bestand lässt sich thematisch in zwei Teile untergliedern. Dies wurde auch in der Systematik des Findbuchs umgesetzt.
Den ersten, umfangmäßig größeren Teil bilden genealogische und heraldische Materialien. Bei den genealogischen Forschungsmaterialien handelt es sich vorwiegend um Ahnenlisten und –tafeln, Stammlisten und –tafeln, gedruckte Familiengeschichten, über 500 Fotos sowie persönliche Dokumente (u. a. Zeichnungen von Gruners Großmutter Rosalie Gruner geb. Erdenberger [13] ). Sie entspringen hauptsächlich Erich Gruners eigener, langjähriger Forschung, zum Teil stammen sie indes auch von anderen Forschern (z. B. die Familiengeschichten). Das Material bezieht sich vor allem auf das Ehepaar Erich Gruner und Käthe geb. Meyer, deren Vorfahren [14] , Kinder und verwandte Familien wie die Familie von Gruners Schwiegertochter (Hueck aus Niedermassen in Westfalen). Auch eine Zusammenstellung von Namensträgern Gruner/Gruhner/Grunert vom 15. bis zum 20. Jahrhundert ist erwähnenswert. [15]
Bei den Signaturen 1 bis 14 handelt es sich um schematisierte Blätter zu den Ahnen des Ehepaars Gruner: Zu jedem ermittelten Ahnen wurde ein Blatt mit genealogisch-biographischen Daten angelegt, teilweise angereichert durch Kirchenbuchauszüge, persönliche Dokumente etc. Oben rechts steht jeweils die Ahnennummer nach Kekulé, wobei Erich Gruners Kinder die Nummer 1a/b erhielten. Nummerierungen nach diesem System finden sich auch auf anderen Archivalien dieses Bestandes. Der Zeitraum der Forschungen reicht zurück bis ins 7. Jahrhundert, auch wenn die meisten Vorfahrenlinien bereits im 17./18. Jahrhundert enden. Eine Recherchemöglichkeit bieten die von Erich Gruner erstellten alphabetischen Personen- und Ortskarteien. [16]
Die heraldischen Materialien bestehen vorwiegend aus Druckschriften, insbesondere Werke zu allgemeinen heraldischen Themen, aber auch beispielsweise Sammelbilderalben. Des Weiteren sind von Erich Gruner gesammelte bzw. angefertigte Wappenzeichnungen, -bilder,
-fotografien und Forschungsaufzeichnungen zu heraldischen Themen im Nachlass enthalten.
Der zweite Teil des vorliegenden Nachlasses umfasst Dokumente zu Person und Werk Erich Gruners, unter anderem Veröffentlichungen von und über Gruner (v. a. Zeitungs- und Zeitschriftenartikel, vielfach mit Abbildungen von Zeichnungen), Vortragsmanuskripte, Geburtstagsgeschenke und Auszeichnungen. Künstlerische Werke im Original sind nur in sehr geringer Zahl enthalten.
Die im Bestand vorhandenen Originaldokumente lassen sich von 1824 bis 1966 datieren mit Schwerpunkt in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.


Korrespondierende Bestände in anderen Institutionen

Deutsches Buch- und Schriftmuseum, Nachlass Erich Gruner [17]

Hinweise zur Benutzung
Die Erfassung erfolgte mit der Archivsoftware AUGIAS. Bei der Bestellung und Zitierung ist anzugeben: StA-L, 21858, Nachlass Erich Gruner, Nr. (fettgedruckte Zahl).

Literatur

- Boesch, Christiane: "Mein Vater Erich Gruner". In: "Die Leipziger Kunstgewerbeschule. Eine Dokumentation zu Geschichte und Wirkung der Kunstgewerbeschule der Stadt Leipzig und ihrer Vorgänger- und Nachfolgeeinrichtungen". Erarb. von Ute Camphausen, redigiert und hrsg. von Olaf Thormann. Leipzig, 1996. S. 163-168.
- Schmidt, Isabel: "Der Leipziger Künstler Erich Gruner (1881 – 1966) – Leben und Werk". Magisterarbeit (Textband). Leipzig, 2002. Einsehbar in der Bibliothek des Instituts für Kunstgeschichte an der Universität Leipzig, Signatur 20.J. – M – 2002.
- "Der Künstler Erich Gruner. Schöpfer des Leipziger Doppel-M". http://www.messeleipzig.info/LeMMon/PRESSE.NSF/html_archivebydateger/00187962551FF46AC12573070049C9AE?OpenDocument (Stand: 18. August 2011).

Matthias Märkle

August 2011


[01] Das Folgende, wenn nicht anders vermerkt, nach Isabel Schmidt: "Der Leipziger Künstler Erich Gruner (1881 – 1966) – Leben und Werk". Magisterarbeit (Textband). Leipzig, 2002. Einsehbar in der Bibliothek des Instituts für Kunstgeschichte an der Universität Leipzig, Signatur 20.J. – M – 2002.
[02] Vgl. zu Erich Gruners familiären Wurzeln das folgende Kapitel.
[03] Datum der standesamtlichen Hochzeit gemäß Abschrift der Heiratsurkunde, überliefert im vorliegenden Bestand, vgl. Sächsisches Staatsarchiv, StA-L 21858 Genealogischer Nachlass Erich Gruner, Nr. 1 (die Bestandsbezeichnung wird im Folgenden mit "NL Erich Gruner" abgekürzt). Isabel Schmidt (wie Anm. 1), S. 14 nennt als Heiratsdatum den 10. Oktober 1911. An diesem Tag fand in Leipzig-Plagwitz die kirchliche Trauung statt, vgl. NL Erich Gruner, Nr. 1, Trauschein.
[04] Vgl. hierzu auch die 1916 veröffentlichten autobiographischen Aufzeichnungen "Erlebnisse und Eindrücke im Weltkrieg", NL Erich Gruner, Nr. 33 und 64.
[05] Vgl. "Der Künstler Erich Gruner: Schöpfer des Leipziger Doppel-M". http://www.messeleipzig.info/LeMMon/ PRESSE.NSF/html_archivebydateger/00187962551FF46AC12573070049C9AE?OpenDocument (Stand: 18. August 2011).
[06] Vgl. Sächsisches Staatsarchiv, StA-L 20031 Polizeipräsidium Leipzig, PP-M (Meldekartei der Stadt Leipzig) 320, Meldekarte für Erich Gruner.
[07] Isabel Schmidt (wie Anm. 1), S. 2.
[08] Vgl. für einen zahlenmäßigen Überblick des Werkes sowie eine Auflistung der Werkzyklen NL Erich Gruner, Nr. 24, Nachtrag des durch Käthe Gruner angefertigten Lebenslaufes.
[09] Vgl. zum Folgenden NL Erich Gruner, Nr. 1-15.
[10] Vgl. NL Erich Gruner, Nr. 16, "Kurzbericht über die Geschichte der Familie".
[11] Sächsisches Staatsarchiv, StA-L 20031 Polizeipräsidium Leipzig, PP-M (Meldekartei der Stadt Leipzig) 320, Meldekarte für Erich Gruner.
[12] Sie war im Sommer 1996 noch am Leben, vgl. die Datierung des folgenden Aufsatzes: Boesch, Christiane: "Mein Vater Erich Gruner". In: "Die Leipziger Kunstgewerbeschule. Eine Dokumentation zu Geschichte und Wirkung der Kunstgewerbeschule der Stadt Leipzig und ihrer Vorgänger- und Nachfolgeeinrichtungen". Erarb. von Ute Camphausen, redigiert und hrsg. von Olaf Thormann. Leipzig, 1996. S. 163-168.
[13] NL Erich Gruner, Nr. 49.
[14] Vgl. hierzu die Angaben im Kapitel "Familiengeschichtliche Anmerkungen".
[15] NL Erich Gruner, Nr. 18.
[16] NL Erich Gruner, Nr. 46 und 47 (bzw. Nr. 56 als reiner Personenindex ohne Zusatzinformationen). Die Karteien verweisen auf die Vorfahren von Erich und Käthe Gruner. Teilweise sind hier zusätzliche Informationen enthalten, die an anderer Stelle des Bestandes nicht zu finden sind (z. B. Literaturangaben und
-exzerpte oder Nennung von Namensträgern ohne Verwandtschaftszusammenhang).
[17] Der aus ca. 4000 Objekten bestehende buchkünstlerische und grafische Nachlass umfasst u. a. Zeichnungen, Radierungen, Lithografien, Holzschnitte, Probedrucke und Entwürfe zu Gebrauchsgrafik und Illustration sowie Druckstöcke, Manuskripte und dokumentarisches Material.
Persönliche Dokumente.- Fotos.- Ahnentafeln.- Stammtafeln.- Familiengeschichten.- Vortragsmanuskripte.- Illustrationen.- Wappenliteratur.
Der Maler und Graphiker Louis Erich Gruner wurde am 14. November 1881 in Leipzig als Sohn des Kaufmanns Louis Gruner (1844 - 1910) und dessen Ehefrau Clara Emilie geb. Lenzner (1853 - 1934) geboren und starb dort am 30. Dezember 1966. Im Oktober 1911 heiratete er die Fabrikantentochter Johanna Katharina "Käthe" Meyer (geb. 1889). Er war Gründungsdirektor der "Kunstgewerbeschule der Stadt Leipzig" und leitete diese überregional renommierte Einrichtung von 1931 bis 1946. Gruners künstlerisches Schaffen war äußerst vielfältig, wobei der gebrauchsgraphische Bereich einen Schwerpunkt bildete. Die herausragendste Schöpfung des Künstlers ist das weltbekannte Doppel-M, das er 1917 als Signet für die Leipziger Muster-Messe entwarf.
Gruners genealogische Forschungen erstreckten sich neben Namensträgerforschung Gruner/Gruhner/Grunert u. a. auf die Familien Gruner aus Reinsdorf bei Zwickau, Meyer aus Verden an der Aller, Heuschkel aus Sössen bei Weißenfels, Gotter aus Großen- oder Altengottern bei Langensalza, Lenzner aus Nebra und Hueck aus Niedermassen in Westfalen. Ein Ahnensektor betrifft, vom 17. Jahrhundert rückwärts, süddeutsche Patriziergeschlechter wie Peutinger und Welser.
  • 2011 | Findbuch / Datenbank
  • 2024-02-13 | Diese Ausgabe über AWAX 2.0.1.5
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