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Beständeübersicht

Bestand

21916 Genealogischer Nachlass Karl Streller

Datierung1774 - 1981
Benutzung im Staatsarchiv Leipzig
Umfang (nur lfm)1,50
Zur Biografie von Karl Streller

Karl Streller wurde am 18. Januar 1908 in Werdau als Sohn des Bürgerschullehrers Friedrich Bernhard Streller (1878–1942) und der Anna Martha Streller geb. Hentschel (1876–1944) geboren. Nach schulischer Ausbildung an der 1. Bürgerschule und Oberrealschule zu Werdau, studierte er ab 1928 Germanistik und Geschichte an der Universität Leipzig. 1933 reichte er erfolgreich seine Dissertationsarbeit zur eigenen Familienforschung ein.[01] Seit 1935 war er als Studienreferent im sächsischen Schuldienst tätig. Hier war er u. a. in der Vereinigten Gewerbe- und Berufsschule zu Crimmitschau und der Städtischen Höheren Handelslehranstalt in Hohenstein-Ernstthal als Lehrer beschäftigt. Aufgrund gesundheitlicher Einschränkungen war Karl Streller 1936/1937 ohne Anstellung und widmete sich weiteren genealogischen Arbeiten. Hierbei entstand ein ausführliches Werk zur mittelbaren und unmittelbaren Verwandtschaft.[02] Am 18. Juni 1938 heiratete er Martha Marianne Thomas (geb. 26. November 1919 in Langenbernsdorf). Aus der Ehe gingen keine Kinder hervor. 1944 folgte die Einberufung Karl Strellers in die Wehrmacht, in der er vom Juli bis Oktober als Krankenträger diente. Aufgrund seiner Mitgliedschaft in der NSDAP wurde er 1945 aus dem Lehrverhältnis entlassen. 1946 nahm Karl Streller eine Beschäftigung als Archivpfleger in der Superintendentur Glauchau auf. Hier war er später auch als Hausverwalter und Kirchenvorsteher tätig. Dr. Karl Streller starb am 20. Januar 1981 in Lichtenstein/Sachsen.
Seine Forschungen beschäftigten sich vor allem mit der eigenen Ahnenreihe und mit den wirtschaftlichen und sozialen Verhältnissen in denen seine Vorfahren lebten. Neben seiner eigenen Familiengeschichte erforschte er gleichermaßen die seiner Ehefrau und erarbeitete vier Bände dazu.[03] An der Erstellung der Familiengeschichte hat auch der Vater Friedrich Bernhard Streller bis zu seinem Tod 1942 mitgewirkt. Ergänzend finden sich in den Bänden u. a. Quellen aus Gerichtsbüchern, sowie originale Unterlagen aus früheren Jahrhunderten. Außerdem erforschte Karl Streller die Vorfahren des Schriftstellers Karl May, der aus Hohenstein-Ernstthal stammte. Seine Forschungsergebnisse dazu sind im Bestand 22179 Genealogische Mappenstücke überliefert.

Bestandsgeschichte und -bearbeitung

Die Forschungen des Lehrers Dr. Karl Streller gelangten 1981 durch seine Witwe Martha Marianne Streller in die Zentralstelle für Genealogie in der DDR. Sie wurden dort als Nachlass Nr. 51 geführt. Mit dem Übergang der Zentralstelle in das Staatsarchiv Leipzig erhielt der Nachlass die Bestandssignatur 21916. Eine erste Verzeichnung fand im Jahr 2012 im Zuge eines Praktikums statt. Ab Januar 2023 erfolgte eine endgültige Bearbeitung auf Basis der Erschließungsrichtlinien des Sächsischen Staatsarchivs. Hierbei wurden die bereits in Augias eingegebenen Datensätze geprüft und korrigiert. Der Bestand umfasst ca. 1,5 lfm und besteht aus 20 Verzeichnungseinheiten.

Überlieferungsschwerpunkte

Die von Karl Streller und teilweise durch seinen Vater Bernhard Streller angelegten Bände zu ihrer Familie und den Familienzweigen bilden den Kern des Bestandes.

Hinweise für die Benutzung

Für die Einsichtnahme sind die Regelungen zum Datenschutz zu beachten. Es gelten die in § 10 Abs. 1 Satz 3 des Sächsischen Archivgesetzes festgelegten Schutzfristen. Bei der Bestellung und Zitierung ist anzugeben: StA-L, 21916 Genealogischer Nachlass Karl Streller, Nr. (fettgedruckte Zahl).

Hinweise auf korrespondierende Bestände

Sächsisches Staatsarchiv, 22179 Genealogische Mappenstücke, Ma 26743
Sächsisches Staatsarchiv, 22179 Genealogische Mappenstücke, Ma 25905

Martin Karl
Februar 2023


[01] Karl Streller, Die Geschichte eines Nordwestsächsischen Bauerngeschlechts im Verlaufe von drei Jahrhunderten, Werdau 1933, Bibliothekssignatur AB 5270.
[02] Sächsisches Staatsarchiv, 21916 Genealogischer Nachlass Karl Streller, 17.
[03] Sächsisches Staatsarchiv, 21916 Genealogischer Nachlass Karl Streller, 6-9.
Ahnentafeln Streller.- Auszüge aus Gerichtsbüchern von Colditz, Leisnig und Rochlitz.- Geschichte der Familien Streller und Thomas.
Die Forschungen des Lehrers Dr. Karl Streller (1908 - 1981) aus Hohenstein-Ernstthal gelangten 1981 durch seine Witwe, Marianne Streller, in die Zentralstelle für Genealogie und betreffen zahlreiche sächsische Familien im Zeitraum 16. - 20. Jahrhundert.
  • 2023 | Findbuch / Datenbank
  • 2024-02-13 | Diese Ausgabe über AWAX 2.0.1.5
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