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Archivale im Fokus

22.02.2017

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Die erste Doppelseite des Maschinenbuches der Firma Louis Schönherr & Seidler, ab 1852 (SächsStA-C, 31036 Sächsische Webstuhlfabrik AG (Louis Schönherr), Chemnitz, Nr. A 1)
(©Sächsisches Staatsarchiv)

Im Jahr 1851 gründete Louis Ferdinand Schönherr die Maschinenfabrik Schönherr & Seidler und richtete sich an der Dorfstraße in Altchemnitz ein. Bereits nach zehn Monaten konnte der erste Webstuhl ausgeliefert werden.

Das abgebildete Maschinenbuch erlaubt zu beobachten, wie der Kundenkreis der Firma sehr schnell nationale und internationale Bedeutung erreicht. Anhand der Überlieferung lässt sich diese Fragestellung bis in die 50er Jahre des 20. Jahrhunderts weiterverfolgen. Festgehalten sind Angaben zum gelieferten Webstuhltyp (Tuchwebstuhl, Zeugwebstuhl bzw. Buckskinwebstuhl), zum Käufer und zu dem gezahlten Preis.

Louis Ferdinand Schönherr wurde am 22. Februar 1817 in Plauen geboren. Nach einer Ausbildung zum Weber, einem technischen Studium, Auslandsaufenthalten und verschiedenen Tätigkeiten im Maschinenbau gelang ihm der Aufbau einer erfolgreichen Firma, die nach der Verstaatlichung im Jahr 1952 unter der Bezeichnung VEB Webstuhlbau Karl-Marx-Stadt bis 1990 bestand.

Der Bestand mit seiner Laufzeit von 1851 bis 1990 umfasst 55,78 lfm Akten, 6.315 Karten und Pläne, 2 Bilder,  3.776 Positive s/w, 264 Negative s/w sowie 535 Glasplattennegative s/w und ist durch ein Findbuch erschlossen. Er beinhaltet u. a. die bereits beschriebenen Register der produzierten Webstühle, Maschinen und Teile, einschließlich der Auftragsbücher der Sächsischen Textilmaschinenfabrik vorm. Richard Hartmann AG, Chemnitz. Für weitere Informationen klicken Sie bitte auf untenstehenden Link. Der Bestand 31043 VEB Webstuhlbau Karl-Marx-Stadt ist für Ihre Recherche außerdem zu berücksichtigen.

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