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Staatsarchiv Chemnitz

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3.4. Kreistage/Kreisräte

Der Aufbau der lokalen staatlichen Verwaltungsorganisation vollzog sich in Sachsen unter Einflussnahme der Sowjetischen Militäradministration. In einer zweistufigen Verwaltungsstruktur ohne Mittelbehörden übernahmen in Südwestsachsen 10 Landkreisbehörden Verwaltungs- und Versorgungsaufgaben. Bisher selbständige Behörden wurden dabei in die Verwaltung einbezogen. (Arbeitsamt, Finanzamt, Gesundheitsamt) Es entstanden aber auch neue Strukturteile wie Umsiedleramt, Wirtschafts- und Wiederaufbauamt, Kreisboden- und Kreisentnazifizierungskommission. Die territoriale Zuständigkeit entsprach im Wesentlichen der seit 1874 bestehenden Gliederung. Von Oktober 1946 arbeitete ein aus gewählten Vertretern bestehender Kreistag mit der Verwaltung zusammen. Arbeitsgrundlage war die Demokratische Kreisordnung für das Land Sachsen vom 16. Oktober 1947. Im Zuge der Auflösung des Landes Sachsen lösten territorial neu gegliederte Bezirke (für Südwestsachsen der Bezirk Chemnitz, ab 1953 Karl-Marx-Stadt) und Kreise die alten Verwaltungsstrukturen ab.

Signatur Name Datierung    
30401 Kreistag/Kreisrat Annaberg 1939 - 1956
30402 Kreistag/Kreisrat Aue 1945 - 1958
30403 Kreistag/Kreisrat Auerbach/V. (1936) 1944 - 1953
30404 Kreistag/Kreisrat Chemnitz 1928 - 1955
30405 Kreistag/Kreisrat Flöha 1945 - 1952
30406 Kreistag/Kreisrat Glauchau 1937 - 1952
30407 Kreistag/Kreisrat Marienberg 1945 - 1949
30408 Kreistag/Kreisrat Oelsnitz/V. (1930 - 1944) 1945 - 1955
30409 Kreistag/Kreisrat Plauen 1945 - 1952
30410 Kreistag/Kreisrat Stollberg 1945 - 1952
30411 Kreistag/Kreisrat Zwickau (1925) 1945 - 1952
© Sächsisches Staatsarchiv