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Hauptstaatsarchiv Dresden

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1.5.6. Kultus und Unterricht

10088 - Oberkonsistorium

Datierung: Mitte 16. Jh. - 1833

Geschichte: Die Entstehung des landesherrlichen Kirchenregiments erforderte die Schaffung von Behörden, die im Anschluss an die katholischen bischöflichen Jurisdiktionsorgane als Konsistorien bezeichnet wurden. Das Konsistorium Meißen gründete Herzog Moritz 1545. Das Oberkonsistorium mit Sitz in Dresden wurde 1580 errichtet und übernahm die Aufgaben des Konsistoriums Meißen. Gleichzeitig war es übergeordnete Behörde für die Konsistorien Wittenberg und Leipzig sowie das Stiftmeißnische Konsistorium Wurzen. Kurfürst Christian I. hob es 1588 wieder auf; das Konsistorium Meißen wurde wieder errichtet. Da sich das Fehlen einer kirchlichen Zentralinstanz negativ bemerkbar machte, setzte Kurfürst Christian II. für die Kirchen- und Schulangelegenheiten 1602 den Geistlichen Rat oder Kirchenrat ein. Am 26.12.1606 ordnete er die Verlegung des Konsistoriums Meißen nach Dresden und die Wiedererrichtung des Oberkonsistoriums an. Außerdem wurde das Oberkonsistorium mit dem Kirchenrat vereinigt. Die neue Behörde war auf der einen Seite ein den anderen Konsistorien gleichgeordnetes Konsistorium. Insofern umfasste seine Zuständigkeit Ehe- und allgemeine Verwaltungsangelegenheiten im Meißnischen und Erzgebirgischen Kreis. Mit Übernahme der Aufgaben des Kirchenrates war das Oberkonsistorium zugleich den anderen Konsistorien übergeordnet und u. a. zuständig für die kirchliche Lehre, die Bestellung der Kirchendiener, die Stipendiaten-Inspektion, die Fürstenschulen, die Universitäten Wittenberg und Leipzig sowie die Anordnung von Visitationen. Im Zuge der Reformen 1831 fiel die bis dahin vom Oberkonsistorium ausgeübte geistliche Gerichtsbarkeit an die staatlichen Gerichte. 1835 wurden Kirchenrat, Oberkonsistorium und das Konsistorium Leipzig aufgelöst. Mittelbehörde für die innere und äußere Kirchenverwaltung wurden die Kreisdirektionen. In oberster Instanz war das Kultusministerium zuständig. Für die rein geistlichen Angelegenheiten wurde für Sachsen eine zentrale Mittelbehörde, das Landeskonsistorium gebildet. Weitere Angaben siehe 1.5.6 Kultus und Unterricht

Bestandsinhalt: Buchdruckereien.- Bücherzensur.- Bücherauktionen.- Bücherprivilegien.- Stiftungen, u. a. Regelungen bezüglich der an Preußen abgetretenen Gebiete.- Universität Leipzig.- Visitationen.- Konfirmationen über Fundationen, Rezesse, Vergleiche und Bestallungen.- Kirchen- und Schulangelegenheiten einzelner Orte.- Kirchen- und Schulangelegenheiten der Konsistorien Wittenberg und Leipzig.- Geistliche Angelegenheiten der Grafschaft Mansfeld.- Landesschule Pforta.- Klosterschule Roßleben.- Klosterschule Donndorf.- Waisenhaus Langendorf.- Kirchenbau.

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Findmittel: Findbuch Bd. 1 vor 1837
Findbuch Bd. 2 o. D.
Findbuch Bd. 3 o. D.
Findbuch Bd. 4 1875, 1993, 1994
Findbuch Bd. 5 1972
Findbuch Rep. A 28 I o. D.
Findbuch Rep. A 28 II o. D.
Findkartei 1 ca. 1985
Findbuch o. D.
Findbuch Rep. 139 c - q o. D.
Findkartei 2 o. D.


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