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Staatsarchiv Leipzig

Inhalt

13.1. Sammlungen zur Personen- und Familiengeschichte

21942 - Zentralstelle für deutsche Personen- und Familiengeschichte Leipzig

Datierung: 1902 - 1967

Geschichte: 1904 wurde in Leipzig die Zentralstelle für deutsche Personen- und Familiengeschichte als Verein gegründet. 1921 erfolgte eine enge vertragliche und räumliche Bindung an die Deutsche Bücherei. 1934 wandelte sich der Verein in eine Stiftung um, zu der ein Förderverein gehörte. Dieser Förderverein wurde 1945 aufgelöst. 1950 wurde die Stiftung auf gesetzlicher Grundlage in eine Sammelstiftung überführt und aus dieser heraus 1956 dem staatlichen Archivwesen der DDR übergeben. 1962 erfolgten der Umzug aus der Deutschen Bücherei und die Eingliederung in das Landesarchiv Leipzig. 1967 kam es zu einem organisatorischen Neuaufbau, bei dem die Sammlungen und das Archiv der Zentralstelle für deutsche Personen- und Familiengeschichte der neu gegründeten "Zentralstelle für Genealogie in der DDR" zugeordnet wurden. Wesentliche Bestandsteile sind: - Geschäftsakten - Kietz-Kartei: Georg Kietz (1882 - 1951) verkartete auf der Grundlage von Gerichtsprotokollen, Gerichts- und Kirchenbüchern sowie den Kontraktenbüchern die Bevölkerung der Gemeinde Schönefeld, deren Kirchenbücher in der Völkerschlacht bei Leipzig 1813 verbrannt waren. Er dehnte diese Arbeit auf weitere Ratsdörfer und ihre Bewohner vom 16. bis 19. Jahrhundert aus. 1952 übergab die Erbin Kartei und Nachlass. - Sammlung Original-Leichenpredigten: Von den 731 Titeln entfallen 21 auf das 16. Jahrhundert, 393 auf das 17. Jahrhundert, 298 auf das 18. Jahrhundert und 19 auf das 19. Jahrhundert. - Siegelsammlung: zumeist adlige Familiensiegel aus dem 13. - 19. Jahrhundert

Bestandsinhalt: Geschäftsakten: Protokolle der Vorstandssitzungen.- Mitgliederverzeichnisse.- Satzungen.- Schriftwechsel zu Jubiläen und organisatorischen Fragen.- Exlibris-Sammlung: Alphabetisch nach Besitzern geordnete ca. 1.600 Buchzeichen.- Auswandererkartei: Alphabetisch nach Personen geordnete Kartei auf Literaturbasis, in der Regel mit Angaben zu Herkunft und Auswanderungsziel, teilweise mit Nennung von Familienangehörigen (ca. 23.000 Karteikarten).- Kietz-Kartei: Alphabetische Familienkartei der Leipziger Ratsdörfer (ca. 65.000 Karteikarten).- Leipzig-Kartei: Alphabetische Personenkartei auf der Grundlage von regionalgeschichtlichen Publikationen mit Angaben zu Name, Beruf, Lebensdaten und Quelle (ca. 21.000 Karteikarten).- Sammlung Original-Leichenpredigten: Leichenpredigten und Gelegenheitsschriften (731 Stück).- Wappensammlung und Wappenkartei: Alphabetisch geordnete Familienwappen (ca. 2.100 Stück).- Städtewappen (ca. 300 Stück).

Findmittel: Exlibris-Sammlung: ohne; Geschäftsakten: Datenbank und Findbuch 2000; Sammlung Original-Leichenpredigten: Katalog der Leichenpredigten und sonstigen Trauerschriften im Sächsischen Staatsarchiv Leipzig. Marburger Personalschriften Bd. 37, Stuttgart 2003 ;


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