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Staatsarchiv Leipzig

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9.22. Verlage und polygraphische Industrie

21072 - Musikverlag Friedrich Hofmeister, Leipzig

Datierung: 1800 - 1957

Geschichte: Friedrich Hofmeister eröffnete 1807 in Leipzig eine Musikalienhandlung, der auch ein Verlag angeschlossen war. Zu seinen Autoren gehörten F. Liszt, R. Schumann und H. Marschner. Weltbekannt wurde der Hofmeister-Verlag v. a. durch die Herausgabe der Deutschen Musikbibliographie. 1829 übernahm Hofmeister den Verlag C. F. Whistling. 1852 übergab Friedrich Hofmeister seinen Verlag an die Söhne Adolph Moritz und Friedrich Benedict. 1875 wurde die Musikalienhandlung Bauer in Dresden erworben. Nach dem Tod der Söhne F. Hofmeisters ging der Verlag 1877 in den Besitz von Wilhelm Hofmeisters Erben, die in den Folgejahren weitere Unternehmen übernahmen: 1921 Maurer & Graß, Berlin, 1925 die Schreitersche Buchhandlung in Berlin und 1936 der Musikverlag Hercules Hinz in Hamburg-Altona. 1951 wurde das Firmenvermögen unter treuhänderische Verwaltung gestellt. 1952 wurde der Verlagsinhaber Carl Wilhelm Günther in Abwesenheit unter dem Vorwurf der Steuerhinterziehung verurteilt und sein gesamter Besitz beschlagnahmt. Seit August 1952 firmierte der Verlag als volkseigener Betrieb. Im Jahr 1958 erfolgte der Zusammenschluss mit dem Deutschen Verlag für Musik zu einer wirtschaftlichen Einheit. Günther führte in der BRD einen Verlag gleichen Namens weiter. 1992 wurde seinen Erben der Leipziger Verlag rückübereignet.

Bestandsinhalt: Autorenkorrespondenz.- Verlagsverträge.- Plattenbücher.- Druckverzeichnisse und Kataloge.

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Findmittel: Datenbank und Findbuch 1999


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