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Staatsarchiv Leipzig

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9.10. Metallwarenindustrie

20861 - Hugo Schneider AG (HASAG), Leipzig

Datierung: 1938 - 1945

Geschichte: Die Hugo Schneider AG entstand 1899 aus der "Lampenfabrik Häckel und Schneider", die 1863 in Leipzig gegründet worden war. Seit Mitte der 30er Jahre widmete sich der Betrieb der Rüstungsproduktion. Ab 1939 produzierte die HASAG ausschließlich für die Wehrmacht. Zweigbetriebe existierten u. a. in Altenburg, Colditz, Flößberg, Herzberg, Meuselwitz, Schlieben und Taucha sowie in Skarzysko-Kamienna, Kielce und Czestochowa. Die Geschichte des Unternehmens ist untrennbar mit dem Schicksal einer großen Anzahl von Zwangsarbeitern verbunden. Die HASAG beschäftigte KZ-Häftlinge, Fremdarbeiter und Kriegsgefangene aus ca. 28 Nationen. Stärker als alle vergleichbaren Privatunternehmen der nationalsozialistischen Zeit nahm die Firma die Ausbeutung und Ermordung von jüdischen Häftlingen in Kauf. Auf der Grundlage des Volksentscheids vom 30. Juni 1946 wurde das Vermögen des Betriebs zu Gunsten des Landes Sachsen enteignet. Die Firma wurde am 30. August 1949 auf Grund der Verfügung der Landesregierung Sachsen zum Schutz des Volkseigentums vom 23. August 1949 gelöscht. Die wenigen überlieferten Unterlagen, zumeist nur technische Dokumentation in Kopieform, resultieren aus einer Aktenübergabe der Sowjetunion aus dem Jahre 1959.

Bestandsinhalt: Ersatzteilzeichnungen.- Transportvorschriften für Sprengladungen.

Findmittel: Datenbank 2002


© Sächsische Staatskanzlei