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Staatsarchiv Leipzig

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9.3. Energie- und Brennstoffindustrie

20640 - ASW (Aktiengesellschaft Sächsische Werke), Braunkohlen- und Großkraftwerk Espenhain

Datierung: 1887 - 1953

Geschichte: Die Aktiengesellschaft Sächsische Werke (ASW), Dresden, begann 1937 bei Espenhain mit der Erschließung von Braunkohlentagebauen und dem Bau von Brikettfabriken, Schwelereien, Anlagen zur Teerverarbeitung und Schwefelgewinnung sowie eines Großkraftwerks. Da sie die enormen Investitionen nicht allein aufbringen konnte, gründete sie gemeinsam mit dem Deutschen Reich 1940 die Aktiengesellschaft für Kraftstoff- Anlagen (AKA), Dresden, von der sie die 1942 im Wesentlichen fertiggestellten Anlagen anschließend pachtete. Das Werk nannte sich ASW, Braunkohlen- und Großkraftwerk Espenhain. Die Betriebsanlagen wurden durch Befehl Nr. 187 des Chefs der SMA des Landes Sachsen vom 19. Juli 1946 auf Konto der Reparationen Deutschlands durch die UdSSR übernommen. Die Kraftwerke gingen zum 1. August 1946 in das Eigentum der Sowjetischen Elektrotechnischen AG über. Die Bergbau-Bereiche übernahm die SAG für Brennstoffindustrie in Deutschland als Kombinat Espenhain. 1947 erfolgte die Liquidation von ASW und AKA.

Bestandsinhalt: Betriebsentwicklung und -organisation.- Vermögensnachweise.- Verwaltung des Grundbesitzes.- Forschung zur chemischen Verarbeitung von Braunkohle.- Braunkohlenerkundung.- Wasserwirtschaft.- Werkswohnungsbau.- Einsatz von Fremd- und Zwangsarbeitern.

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Findmittel: Findbuch 1990


© Sächsische Staatskanzlei