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Staatsarchiv Leipzig

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20602 - Stadt Delitzsch

Datierung: 1364 - 1945

Geschichte: Die schriftsässige Ackerbürger- und Handelsstadt Delitzsch war Sitz eines gleichnamigen Amts. Zur Stadt gehörten seit dem 15. Jahrhundert die Ratsdörfer Benndorf, Gertitz und Werben. Ein Ratskollegium ist seit 1376 beurkundet. Es bestand aus einem regierenden und zwei ruhenden Gremien mit je sieben Mitgliedern, die sich jährlich abwechselten und auf Lebenszeit gewählt waren. Das Stadtgericht mit einem Stadtrichter an der Spitze übte seit 1423 die Ober- und Erbgerichtsbarkeit aus. Die Stadt fiel nach dem Wiener Kongress 1815 an Preußen. Nach Einführung der preußischen Städteordnung 1831 bestand der gewählte Magistrat aus dem Bürgermeister und drei Assessoren. 1862 wurde die Amtsvorstadt Grünstraße eingemeindet. Delitzsch wurde im Zuge der Verwaltungsreform von 1952 Teil des Bezirks Leipzig. Der Bestand ist im Jahr 1968 depositarisch an das Staatsarchiv Leipzig abgegeben worden.

Bestandsinhalt: Reichs- und Verfassungsangelegenheiten.- Statistik, Wahlen.- Gemeindeangelegenheiten.- Stadtgericht.- Finanzen und Vermögen.- Militär- und Kriegsangelegenheiten.- Ordnungs- und Sicherheitspolizei.- Schule und Kirche.- Standesamt.- Gesundheits- und Sozialwesen.- Handel, Gewerbe und Industrie.- Landwirtschaft.- Bauverwaltung.- Brandschutz.- Gemeinden Grünstraße, Gertitz und Werben.- Innungen, Vereine.- Firmen.

Findmittel: Findbuch 1975


© Sächsische Staatskanzlei