7. Kommunen
20619 - Stadt Pegau
Datierung: 1285 - 1945
Geschichte: Die Stadt Pegau an der Weißen Elster unterstand bis zum 15. Jahrhundert dem benachbarten Kloster und wurde 1460 Sitz eines kursächsischen Amts. Eine eigenständige städtische Verwaltung, unter die auch das Ratsdorf Großwischstauden fiel, ist seit Ende des 14. Jahrhunderts nachweisbar. Im 15. Jahrhundert bestand der Rat aus dem Bürgermeister und sechs Ratsherren. Ab 1662, als die Stadt vorübergehend zur Sekundogenitur Sachsen-Zeitz gehörte, regierten zwei Bürgermeister, acht Ratsherren und ein Stadtrichter, die sich jährlich abwechselten. Die städtische Gerichtsbarkeit oblag bis 1502 dem Kloster und ging dann an den Rat über. Nach Einführung der Städteordnung 1833 setzte sich der Stadtrat aus sieben Ratsmitgliedern und zwei Senatoren zusammen, ein eigenständiges Stadtgericht mit dem Stadtrichter an der Spitze regelte die Justizangelegenheiten. Die Gerichtsbarkeit wurde am 20. Oktober 1855 an das Justizamt Pegau abgegeben. 1934 erfolgte die Eingemeindung von Carsdorf. Der Hauptteil des Bestands, datierend ab 1502, war im Jahr 1965 depositarisch an das Staatsarchiv Leipzig abgegeben worden. Die Urkunden und ältesten Unterlagen wurden 1999 aus dem Sächsischen Hauptstaatsarchiv Dresden abgegeben, wo sie seit 1873 das Depositum Stadt Pegau bildeten.
Bestandsinhalt: Reichs- und Verfassungsangelegenheiten.- Statistik, Wahlen.- Gemeindeangelegenheiten.- Stadtgericht.- Finanzen und Vermögen.- Militär- und Kriegsangelegenheiten.- Ordnungs- und Sicherheitspolizei.- Kirche und Schule.- Gesundheits- und Sozialwesen.- Bauverwaltung.- Handel, Gewerbe und Industrie.- Landwirtschaft.- Brandschutz.- Verkehr.
Findmittel: Datenbank für Urkunden 2002; Findbuch 1989
