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»Europa in unseren Wurzeln«. Sächsisches Staatsarchiv beteiligt sich am 69. Deutschen Genealogentag am 22.-25. September 2017 in Dresden

04.09.2017

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Logo des 69. Genealogentages
(©Dresdner Verein für Genealogie e.V.)

Wer waren unsere Vorfahren? Wie haben sie gelebt? Das sind Fragen, die Menschen schon lange und immer wieder neu beschäftigen.

Der Weg zu Antworten führt die meisten Menschen heute als erstes ins Internet, doch werden sie bald feststellen, dass viele Fragen offen bleiben. Und so führt die Suche zu historischen, authentischen Quellen aus den vergangenen Jahrzehnten und Jahrhunderten - überliefert in Archiven. Die Verbindung zwischen Archiven und familiengeschichtlicher Forschung ist daher sehr eng.

Das Sächsische Staatsarchiv verwahrt an seinen verschiedenen Dienststellen familiengeschichtlich interessante Akten, Amtsbücher und andere Archivalien in großem Umfang. Vor diesem Hintergrund unterstützt es gerne den 69. Deutschen Genealogentag der Deutschen Arbeitsgemeinschaft genealogischer Verbände e.V., der dieses Jahr in Dresden stattfindet und vom Dresdner Verein für Genealogie e.V. ausgerichtet wird. Unter dem Rahmenthema »Europa in unseren Wurzeln – Sachsen und seine Nachbarn« wird es Fachvorträge und Workshops für Fortgeschrittene, aber auch ein Programm für Einsteiger ins Thema Ahnenforschung geben.

Drei Fachvorträge werden von Archivaren und Archivarinnen aus dem Sächsischen Staatsarchiv beigesteuert: Dr. Peter Hoheisel, Bergarchiv Freiberg, stellt Möglichkeiten und Grenzen personengeschichtlicher Forschungen in der sächsischen Bergbauüberlieferung vor. In die deutschlandweit einzigartige genealogische Überlieferung der Deutschen Zentralstelle für Genealogie (DZfG), heute Referat im Staatsarchiv Leipzig, werden zudem Dr. Thekla Kluttig mit einem Vortrag »50 Jahre nach der Gründung: Die 'Deutsche Zentralstelle für Genealogie' heute« und Martina Wermes (beide Staatsarchiv Leipzig) mit einem Vortrag über die Geschichte der Vereins- und Sammlungsbestände der DZfG einführen.

Dank finanzieller Förderung durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft konnte das Sächsische Staatsarchiv zwischen 2013 und 2016 rund 26.000 Bände sächsischer Gerichtsbücher in einem Projekt elektronisch erschließen. Der Projektmitarbeiter Dr. Jens Kunze wird die entstandene Online-Datenbank zu dieser an Umfang und Dichte einmaligen Überlieferung in Deutschland vorstellen. Die im Anschluss an das Projekt erstellte Publikation »Sächsische Gerichtsbücher im Fokus. Alte Quellen im neuen Informationssystem«  (Veröffentlichungen des Sächsischen Staatsarchivs, Reihe A, Bd. 20) kann auch auf dem Genealogentag erworben werden.

Die im Rahmenprogramm des Genealogentages angebotene Führung durch das Hauptstaatsarchiv Dresden ist bereits ausgebucht.

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