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Hauptstaatsarchiv Dresden kooperiert mit dem Dresdner Verein für Genealogie e. V.

10.05.2019

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Mitglieder des Dresdner Vereins für Genealogie e. V. begutachten die zur Bearbeitung vorgesehenen Unterlagen
(©Sächsisches Staatsarchiv / Foto: Dr. Peter Wiegand)

In den kommenden Monaten erschließen Mitglieder des Dresdner Ver­eins für Genealogie e. V. im Hauptstaatsarchiv Dresden neue Quellen zur Familien- und Orts­geschichte Sachsens.

In einem Koope­rations­projekt arbeiten Verein und Archiv bei der elektronischen Er­fassung von bio­graphischen und topographischen Daten aus Archivalien des 16.-18. Jahr­hunderts zusammen. Im Fokus stehen die »Spezial­reskripte« des Geheimen Kammer­kollegiums, eines Vorläufers der heutigen Finanz­verwaltung. »Mit unserem Gemeinschaftsvorhaben sollen bisher schwer nutzbare Informationen aus historischen Akten digital recherchierbar werden und unser Online-Angebot ergänzen«, sagte Dr. Peter Wiegand, der Leiter des Hauptstaatsarchivs, während der Auftakt­veranstaltung am vergangenen Mittwoch, bei der die Vereinsmitglieder in ihre Arbeit eingeführt wurden.

Neuer Stoff für Familien- und Heimatforschung

Mit rund 50 Regalmetern und gut 25.000 Einträgen bilden die »Spezial­reskripte« eine der größten Akten­serien des Sächsischen Staats­archivs. Sie stammen aus der Zeit zwischen 1534 und 1831 und spiegeln viele Aspekte des städtischen und dörflichen Alltags. Unter anderem be­treffen sie Bestallungen von Beamten, Hofbedienten und Soldaten, Baumaßnahmen an Schlössern und Gärten, Straßen-, Brücken- und Wasserbau, Apothekenprivilegien, Schützen­gesellschaften, Jahrmarkts­konzessionen, Brau- und Schanksachen, Innungs-, Schul-, Forst-, Post- und Bergbauangelegenheiten.

Verein und Staatsarchiv profitieren

»Mit dem Lesen alter Handschriften haben wir große Erfahrung, die wir in unser Projekt einbringen wollen«, so Andreas Löser, stell­vertretender Vorsitzender des Genealogenvereins. »Das Hauptstaatsarchiv stellt uns digitale Kopien der historischen Findmittel zur Verfügung, die wir trans­kribieren und für unsere personengeschichtlichen Forschungen auf­bereiten. Im Gegenzug wird das Staatsarchiv die Daten in seine Online-Findmittel ein­speisen, wo sie auch von anderen Interessenten genutzt werden können.«

Vortragende an Rednerpult vor Zuhörern

Andrea Tonert (Hauptstaatsarchiv Dresden) und Andreas Löser (stv. Vorsitzender des Dresdner Vereins für Genealogie e. V.) während der Auftaktveranstaltung
(© Sächsisches Staatsarchiv / Foto: Dr. Peter Wiegand)

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