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Workshop für Provenienzforscher im Staatsarchiv Leipzig

06.06.2019

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Erläuterung von Quellen des Staatsarchivs Leipzig
(©Sächsisches Staatsarchiv / Foto: Martin Kühn)

Am 5. Juni 2019 trafen sich 16 mit Provenienzforschung beauftragte Interessenten aus verschiedenen Bundesländern zu einem eintägigen Workshop im Sächsischen Staatsarchiv, Staatsarchiv Leipzig.

Ziel der Veranstaltung, die in Kooperation mit dem Deutschen Zentrum Kulturgutverluste durchgeführt wurde, war das bessere Kennenlernen der Archivlandschaft und der für Provenienzforschung und Erbenermittlung relevanten Quellengruppen. Nach einer Vorstellung der Fördermöglichkeiten für Erbenermittlung durch das Deutsche Zentrum Kulturgutverluste wurden einleitend Organisation und Zuständigkeit der Archive verschiedener Sparten und Online-Orientierungsmöglichkeiten in Archivinformationssystemen vorgestellt. Einen inhaltlichen Schwerpunkt bildeten Personenstandsunterlagen (auch am konkreten Beispiel von Sterbenebenregistern der Stadt Leipzig aus dem Jahr 1944), historische Einwohnermeldedaten, Kirchenbücher und jüdische Personenstandsunterlagen. Ergänzend wurden die vielfältigen Möglichkeiten der Recherche im Archivgut von Behörden, Gerichten und Wirtschaftsunternehmen erläutert, z. B. von Polizei- und Finanzbehörden oder Banken. An Fallbeispielen aus der Recherchepraxis des Staatsarchivs Leipzig, u. a. zu Cläre Kirstein (zeitweilig Leiterin des Leipziger Verlags E. A. Seemann) und Moritz Ury (Miteigentümer des Warenhauses Ury in Leipzig), wurden die Themen vertieft. Besonderes Interesse fanden dabei die bereitgestellten Originalquellen aus dem Staatsarchiv.

In einer abschließenden Diskussionsrunde zogen die Teilnehmer eine positive Bilanz des Workshops und der angebotenen grundlegenden Einführung und thematischen Vertiefung. Das Staatsarchiv Leipzig plant in zeitlichem Abstand ein erneutes Angebot, wiederum in Kooperation mit dem Deutschen Zentrum Kulturgutverluste in Magdeburg.

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