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Zwei Brüder, zwei Welten: Alfred und Ottokar Dörffel – Oder was verbindet Leipziger Musikgeschichte und Brasilien im 19. Jahrundert?

19.03.2019

Bild

Ida und Ottokar Dörffel auf der Veranda ihres Hauses in Joinville (Brasilien), 1866; im Teich Spiegelung einer Stadtansicht von Glauchau (Fotomontage; Gestaltung: Robert Matzke, www.5gradsued.de); Quellen: Arquivo Histórico de Joinville; Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde e. V., Dresden, Bildarchiv, Nr. 100063
(©Sächsisches Staatsarchiv)

Unter diesem Motto laden der Mitteldeutsche Verlag Halle/Saale und der Verlag Klaus-Jürgen Kamprad Altenburg auf der Leipziger Buchmesse zu einer gemeinsamen Präsentation zweier jüngst erschienener Publikationen ein.

Der ehemalige Glauchauer Bürgermeister Ottokar Dörffel und seine Frau waren 1854 nach Brasilien ausgewandert und hielten über 50 Jahre den Kontakt mit ihrer Familie in Sachsen aufrecht. Die Korrespondenz des Paares, die vom Leben in der Fremde, von Abgrenzung und Akkulturation erzählt, war 2018 in der Schriftenreihe des Sächsischen Staatsarchivs veröffentlicht worden und erscheint gegenwärtig bereits in zweiter Auflage. Parallel dazu publizierte der Kamprad-Verlag eine Biografie von Ottokar Dörffels Bruder Alfred Dörffel, einem Leipziger Musikschriftsteller, Dokumentar der Gewandhauskonzerte und Förderer der Musik von Bach, Schumann und Mendelssohn-Bartholdy. Die Verbindung zwischen den Brüdern riss trotz der Entfernung nie ab. Durch die Vermittlung von technischem und geistigem Know-how nach Brasilien leistete Alfred Dörffel einen nicht zu unterschätzenden Beitrag zum Wissenstransfer zwischen Alter und Neuer Welt.

Termin: 21. März 2019, 14:00 – 14:30 Uhr

Ort: Leipziger Buchmesse, Musikcafé Klangquartier, Halle 4, Stand A401

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