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Beständeübersicht

Bestand

33217 Gerichtsamt Crimmitschau

Datierung1817 - 1879
Benutzung im Staatsarchiv Chemnitz
Umfang (nur lfm)0,60
1. Geschichte des Gerichtsamtes Crimmitschau
Mit dem Gesetz über die künftige Einrichtung der Behörden erster Instanz für Rechtspflege und Verwaltung vom 11. August 1856 wurden die Gerichtsämter als Justiz- und Verwaltungsbehörden eingerichtet. Die mittelalterliche Ämterverfassung wurde damit abgelöst. Die Patrimonialgerichtsbarkeit wurde den Gerichtsämtern übertragen.
Das Gerichtsamt Crimmitschau befand sich im Zuständigkeitsbereich des Appellationsgerichts Zwickau und unterstand dem Bezirksgericht Zwickau. Zu seinem Sprengel gehörten die Orte Crimmitschau, Carthause, Culten, Dänkritz, Dennheritz (Anteilig), Frankenhausen (mit Gosel), Gablenz, Gösau, Harthau (mit Lauenhain), Heiersdorf mit Anteil Schönheide), Kleinhessen (mit Bosenhof und Krippe), Kniegasse, Langenreinsdorf, Lauenhain mit Tempel), Naundorf, Neukirchen (bei Crimmitschau), Nichzenhain, Niedergrünberg, Obergrünberg, Rudelswalde (mit Sahnau), Schiedel, Schweinsburg (mit Döbitzgut), Tempel (bei Frankenhausen), Thonhausen (sächsischer Anteil), Ungewiß, Wahlen, Waldsachsen (sächsischer Anteil, anteilig).
Mit dem Gesetz über die Organisation der Behörden für die innere Verwaltung vom 21. April 1873 wurden die Gerichtsämter als Verwaltungsbehörden aufgelöst; die Aufgaben gingen an die neu eingerichteten Amtshauptmannschaften über. Das Gerichtsamt Crimmitschau trat die Zuständigkeit in Verwaltungssachen an die Amtshauptmannschaft Zwickau ab. Die Gerichtsämter bestanden als Gerichtsbehörden bis 1879 fort. Ihnen oblagen neben der Freiwilligen und Strafgerichtsbarkeit die Besorgung der Geschäfte der gerichtlichen Polizei, Zeugenvernehmungen in Verwaltungs- und Polizeisachen auf Veranlassung der Verwaltungsbehörden sowie die Gerichtsbarkeit in Verwaltungs- und Polizeistrafsachen. 1879 wurden die Gerichtsämter von den Amtsgerichten abgelöst. Nachfolger des Gerichtsamtes Zwickau war das Amtsgericht Crimmitschau.


2. Bestandsgeschichte
Die nach Abgabeprovenienzen sortierten Akten der Verwaltungs- und Justizbehörden wurden 2002 vom Hauptstaatsarchiv Dresden dem Staatsarchiv Chemnitz zuständigkeitshalber übergeben. Als Findmittel dienten Findkarteien, die nach den Behördenprovenienzen aufgestellt waren. Von 2005 bis 2009 wurden die Lagerungsgemeinschaften im Staatsarchiv Chemnitz aufgelöst und die Akten den nach Behördenprovenienzen gebildeten Beständen zugeordnet. Die Unterlagen des Gerichtsamtes Crimmitschau wurden der Lagerungsgemeinschaft 39007 Lagerungsgemeinschaft Amtsgericht Crimmitschau entnommen. Der Bestand wurde mit Akten ergänzt, die bei der Bearbeitung der Bestände 30125 Amtsgericht Meerane und 30656 Grundherrschaft Gablenz bei Zwickau aufgefunden wurden.
Die handschriftliche Findkartei wurde 2013 retrokonvertiert. Ziel der Konversion war die Verbesserung der Recherchemöglichkeiten durch die Eingabe in die Erschließungsdatenbank Augias-Archiv. Dabei wurden die vorliegenden Angaben ohne inhaltliche Veränderung in die digitale Form überführt. Eine – fachlich wünschenswerte – Überarbeitung kann derzeit aus Kapazitätsgründen nicht erfolgen.
2016 wurden aus dem Sammelbestand 39077 Brandversicherungskammer und Staatliche Versicherung der DDR Unterlagen der Gebäudekatastration und Brandversicherung dem Bestand hinzugefügt.


3. Bestandsanalyse
Der Bestand umfasst 36 Akten aus den Jahren 1848 bis 1877. Er beinhaltet Unterlagen zur Armenkasse Gablenz, zur Ablösung der Naturalleistungen und Geldgefälle, Nachlassangelegenheiten und Brandversicherungskataster.
Weitere Unterlagen des Gerichtsamtes Crimmitschau befinden sich in den Beständen 30051 Amtshauptmannschaft Zwickau und 30105 Amtsgericht Crimmitschau.
Armenkasse Gablenz.- Ablösung der Naturalleistungen und Geldgefälle.- Nachlassangelegenheit.- Hypothekenangelegenheiten.- Brandversicherungskataster.
Das Gerichtsamt Crimmitschau befand sich im Zuständigkeitsbereich des Appellationsgerichts Zwickau und unterstand dem Bezirksgericht Zwickau. Zu seinem Sprengel gehörten die Orte Crimmitschau, Carthause, Culten, Dänkritz, Dennheritz (Anteilig), Frankenhausen (mit Gosel), Gablenz, Gösau, Harthau (mit Lauenhain), Heiersdorf mit Anteil Schönheide), Kleinhessen (mit Bosenhof und Krippe), Kniegasse, Langenreinsdorf, Lauenhain mit Tempel), Naundorf, Neukirchen (bei Crimmitschau), Nichzenhain, Niedergrünberg, Obergrünberg, Rudelswalde (mit Sahnau), Schiedel, Schweinsburg (mit Döbitzgut), Tempel (bei Frankenhausen), Thonhausen (sächsischer Anteil), Ungewiß, Wahlen, Waldsachsen (sächsischer Anteil, anteilig). Das Gerichtsamt Crimmitschau trat 1873 die Zuständigkeit in Verwaltungssachen an die Amtshauptmannschaft Zwickau ab. 1879 wurde das Gerichtsamt Crimmitschau aufgelöst. Die Gerichtsbarkeit ging an das Amtsgericht Crimmitschau über.
  • 2016, 2018 | Findbuch / Datenbank
  • 2019-10-04 | Diese Ausgabe über AWAX 2.0.0.9
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