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Archivale im Bestand
Bischof Johann [I.] von Meißen beurkundet mit Zustimmung des Dompropstes Johann von Strehla, des Domdechanten Dietrich von Goch und des ganzen Meißener Domkapitels, dass er zwei Lehnhufen in Sahlassan (Saleze), die einst Johann gen. Crellenhain (Grellinhain) und dessen Erben innehatten und die zur Zeit Johann Kolplacz{1} besitzt, der davon mit einem Lehnpferd dient, als sein Eigentum betrachtet hat. Nach Vorlage entsprechender Urkunden habe er sich nun jedoch davon überzeugt, dass diese Hufen, die mit anderen Gütern einst von den Bischöfen Bruno [1288 Februar 13; vgl. Schieckel, Nr. 1471] und Rudolf{2} von Naumburg verkauft worden waren, rechtmäßig der Vikarie St. Lorenz und St. Nicolai an der Domkirche zustehen. Der Aussteller überträgt die Hufen deshalb an den derzeitigen Vikar Andreas von Cottbus (Kotteb[u]z) und bekennt, dass er von diesem dafür bereits sechs Schock breiter Groschen erhalten hat, für die er der Domkirche einen jährlichen Zins von einem halben Schock erwerben will (zwei Exemplare, 346/1 und 346/2).- Siegel des Bischofs und des Domkapitels angekündigt.
12856 Domkapitel Meißen
| Archivaliensignatur | 346/1 |
|---|---|
| Datierung | 2. Juli 1359 |
| Bestellen als | Sächsisches Staatsarchiv, 12856 Domkapitel Meißen, Nr. 346/1 |
| Benutzung im | Hauptstaatsarchiv Dresden |
Bischof Johann [I.] von Meißen beurkundet mit Zustimmung des Dompropstes Johann von Strehla, des Domdechanten Dietrich von Goch und des ganzen Meißener Domkapitels, dass er zwei Lehnhufen in Sahlassan (Saleze), die einst Johann gen. Crellenhain (Grellinhain) und dessen Erben innehatten und die zur Zeit Johann Kolplacz{1} besitzt, der davon mit einem Lehnpferd dient, als sein Eigentum betrachtet hat. Nach Vorlage entsprechender Urkunden habe er sich nun jedoch davon überzeugt, dass diese Hufen, die mit anderen Gütern einst von den Bischöfen Bruno [1288 Februar 13; vgl. Schieckel, Nr. 1471] und Rudolf{2} von Naumburg verkauft worden waren, rechtmäßig der Vikarie St. Lorenz und St. Nicolai an der Domkirche zustehen. Der Aussteller überträgt die Hufen deshalb an den derzeitigen Vikar Andreas von Cottbus (Kotteb[u]z) und bekennt, dass er von diesem dafür bereits sechs Schock breiter Groschen erhalten hat, für die er der Domkirche einen jährlichen Zins von einem halben Schock erwerben will (zwei Exemplare, 346/1 und 346/2).- Siegel des Bischofs und des Domkapitels angekündigt.
1 346/2: Colplacz
2 Tatsächlich muss es heißen: Ludolf. Vgl. Nr. 131 (1282 September 15); Schieckel, Nr. 1262.
| Zeugen: | Franko, [Titular-] Bischof von Lerós (Lerossensis), Suffragan des Bischofs von Meißen; Nikolaus Eberhardi (Ebirhardi), Doktor der Rechte und Domherr; Siegfried Hanfmus (Syffridus Hanfmuz){1} und Albrecht Eckehardi{2}, beide oberste Vikare (maiores vicarii) der Kirche zu Meißen; Johann von Miltitz (Milticz) d. Ä, Ritter; Heinrich von Zschieren (Scheryn); Dietrich von Rechenberg (Rechinberg) und sein Sohn Walczko. 1 346/2: Syfridus Hanfmuz 2 346/2: Ebirhardus [!] |
|---|---|
| Beglaubigungsmittel: | 346/1: zwei SP an Pergamentstreifen (Abb.: Blaschke, Siegel, Nr. 2 und 4), 346/2: SP des Bischofs an Pergamentstreifen, weiteres SP (Abb.: Blaschke, Siegel, Nr. 2 [Bischof Johann von Meißen]). |
| Provenienz: | Hochstift Meißen |
| Orginaldatierung: | Datum et actum in Missna anno domini M{mo} C{o}C{o}C{o} LIX{o} secunda die mensis Julii. (Nach 346/1, 346/2 weicht nur geringfügig orthographisch ab.) |
| Editionen: | Druck: CDS II, Bd. 2, Nr. 511 (mit unwesentlichen Auslassungen). |
| Ausstellungsort: | Meißen |
| Sprache: | mlat. |