Bruder Johann von Staupitz, Dokor der Heiligen Schrift, reformierter Augustinereremitenbruder und vom Papst eingesetzter Vikar des Ordens für die deutsche Nation, Johannes Vogt (Voyt), Vikar in Sachsen und Thüringen sowie Johannes Brüheim, Vikar in Bayern, Schwaben und am Rhein, beide Doktoren der Heiligen Schrift, sowie andere Doktoren und Prioren des Vikariats der Augustiner, die am vergangenen Sonntag Jubilate [28. April 1504] in Nürnberg versammelt waren, erteilen Kurfürst Friedrich III. von Sachsen einen Revers über dessen Neugründung des Augustinerkloster Wittenberg, wozu er die dortige Heiliggeistkirche samt den Dörfern Dabrun (Dobrun), Kleinzerbst (Zcebistichen) sowie die Wüstung Rötzsch (Rotsch) gestiftet hat. Sie versprechen, dort ein gutes reformiertes Leben zu führen, nach dem Tod des Kurfürsten und seines Bruders Johann deren Jahrgedächtnisse zu begehen und an der neu aufgerichteten Universität Wittenberg in näher bestimmter Weise zu lehren.
| Vikariatssiegel der Augustiner an Pergamentstreifen. |
| deutsch |
| W.A. I, 182 |
| Pergament |
Bestellen als:
Sächsisches Staatsarchiv, 10001 Ältere Urkunden, Nr. 09582Benutzung im:
Hauptstaatsarchiv Dresden
Gliederung des Bestandes: