Beständeübersicht
Archivale im Bestand
Kurfürst August, Herzog zu Sachsen, belehnt Johannes (Hans) von Einsiedel und alle seine rechten Leibeslehnserben mit nachfolgendem "Schloß", Vorwerken, Dörfern, Leuten, Zinsen und Gütern:
20392 Rittergut Gnandstein
| Archivaliensignatur | U 92 |
|---|---|
| Datierung | 1562 November 12 |
| Bestellen als | Sächsisches Staatsarchiv, 20392 Rittergut Gnandstein, Nr. U 92 |
| Benutzung im | Staatsarchiv Leipzig |
Kurfürst August, Herzog zu Sachsen, belehnt Johannes (Hans) von Einsiedel und alle seine rechten Leibeslehnserben mit nachfolgendem "Schloß", Vorwerken, Dörfern, Leuten, Zinsen und Gütern:
- das "Schloss zum Gnandtstein" mit allen Zugehörungen, mit dem Wasser, genannt die Wyhra (Wira) von Altmörbitzer Lach bis an das Wolftitzer Lach;
- das Dorf unter dem Schloss Gnandstein,
- das Dorf Wüstenhain,
- das Dorf Dolsenhain mit Lehn, Zinsen und allen Gerechtigkeiten;
- das Holz, genannt die Bocka, vor der Leina gelegen mit den anderen Hölzern und mit allen Jagdrechten, die zum Schloss Gnandstein gehören.
Auf allen Gütern erhalten sie die oberste und niedere Gerichtsbarkeit.
- das Dorf Roda (Rodaw) mit allen Zinsen, Fronen und Gerechtigkeiten;
- etliche Zinsen zu Neuenmörbitz (Neuenmerbitz) mit den Erbgerichten zu Neuenmörbitz
Bendix Moßdorff
14 Groschen von 1 Acker
Mattes Walter
12 Groschen von einer halben Hufe
Moritz Schmidt
4 Groschen von 1 Acker
Mattes Lori
12 Groschen und 2 Tage Frone mit dem Pfluge
- diese jährlichen Zinsen halb zu Walpurgis und halb zu Michaelis.
Die Belehnung erfolgt nach der brüderlichen Erbteilung und zwar als Mannlehn, wie die Rechte bereits sein Vater innegehabt hat.
Mitbelehnt werden die Brüder Heinrich, Haubold, Hildebrand und Abraham von Einsiedel.
Mitbelehnt wird auch der kurfürstliche Rat Heinrich Abraham von Einsiedel auf Scharfenstein.
Ausdrücklich wird auf alle Rechte verwiesen, die im Lehnbrief nach dem Tod Heinrich Hildebrands von Einsiedel - des Vaters - genannt sind.
Z.: Räte Wolff Graf und Herr zu Barby und Mühlingen (Mulingen); Dr. Hieronymus Kiesewetter (Kisewetter) zu Dittersbach, Kanzler; Dam von Sebottendorff zu Rottwerndorf; Jahn von Zeschau (Zeschaw) zu Böhlen (Behlen)
| Ausfertigung Pergament 572 x 520 mm, Umbug 103 mm Deutsch | |
| Beglaubigungsmittel: | Siegel des Kf. angekündigt, verloren. Unterschriften |
|---|---|
| Verweis: | Zur brüderlichen Erbteilung vgl. auch U 90, U 91, U 93 sowie Akten Nr. 742, 810, 1062. Testament des Vaters vom 2. Juni 1544 - Abschrift - Akte Nr. 753. Spätere Lehnbriefe: U 96, U 98, U 101, U 103, U 106, U 110, U 115, U 121, U 129, U 130, U 132, U 133 |
| Provenienz: | Johannes von Einsiedel (1526 - 1582) auf Gnandstein seit 1560 |
| Ausstellungsort: | Torgau |
| Vermerke: | Dorsualvermerke: "No. 701"; "Gnandstein 1562"; Vermerk auf Papprolle (Anf. 20. Jh.): "Belehnung Hans von Einsiedels mit Gnandstein durch Churfürst August d(en) 12.No(vem)b(e)r 1562"; "60" |