Gertrud (Gele) Kotzel (Koeczeln), Witwe Lutz Kotzels, sowie ihre Söhne Hermann und Heinrich verkaufen dem Kollegiatstift Großburschla (Borsla) wiederkäuflich eine Mark jährlicher Zinse (gulde) in Altenburschla (Aldenborsla), die je zur Hälfte zu Michaelis und Walpurgis fällig ist. Diese Zinse werden von allen Gütern, die die Aussteller dort vom Kollegiatstift innehaben, außer einer Hufe, die sie von einem Wildeck (von Wyldecken) gekauft haben, gezahlt. Die Aussteller können ihre Zinse jederzeit für die Kaufsumme von zehn Mark, die Mark gerechnet zu vier Pfund Heller nach Eschweger Währung, zurückerwerben. Falls die Zinse nicht termingerecht gezahlt werden, soll der Rückkauf nicht mehr möglich sein. Wenn das Kollegiatstift die Zinse verkaufen will, soll es den Ausstellern eine Frist von einem halben Jahr für den Wiederkauf geben. Sollte diese Frist nicht genutzt werden, gehen die Zinse endgültig an das Stift über. - Siegel Hermann Kotzels (Mitbesieglung für dessen Mutter und Bruder), Heinrich Dörnbergs und Hermann Schillings (Mitbesieglung für Berthold Kotzel) angekündigt.
| Heinrich Dörnberg (Doringeberg); Hermann Schilling; Berthold Kotzel. |
| Zwei SP Hermann Kotzels und Heinrich Dörnbergs (beide beschädigt) an Pergamentstreifen (Abb.: Posse, SAWL, Bd. 4, Tafel 30, Nr. 15 und Bd. 3, Tafel 7, Nr. 1); vom ehemals vorhandenem dritten SP (Abb.: Posse, SAWL, Bd. 4, Tafel 30, Nr. 16) heute nur noch Pergamentstreifen vorhanden. |
| Kollegiatstift Großburschla |
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| Reg.: Kohlstedt, Großburschla, S. 95, Nr. 43 (mit abweichendem Datum). |
| mhd. |
Bestellen als:
Sächsisches Staatsarchiv, 10001 Ältere Urkunden, Nr. 03830Benutzung im:
Hauptstaatsarchiv Dresden
Gliederung des Bestandes: