Ludwig von Rosdorf (Rostorff) bekennt für sich und seine Brüder, sich dem Erzbischof Gerlach von Mainz (Mentze), dessen Nachfolgern sowie den Markgrafen von Meißen (Missen) Friedrich [III.], Balthasar und Wilhelm [I.] zu Dienst mit Leib und Gut verpflichtet zu haben und ihnen Burg und Stadt Moringen (Moryngen) und das Schloss Hardegsen (Hardesse) stets offen zu halten, Hardegsen jedoch nicht bis zum nächstkommenden Pfingsten [1368 Mai 28] für Unternehmungen gegen Herzog Albrecht [I.] von Braunschweig (Brunswig) zu gebrauchen, da er und seine Brüder bis dahin dem Herzog mit dieser Burg verpflichtet sind. Weiterhin dürfen die von Rosdorf diese Schlösser nie an Fürsten oder Herren, sondern nur an Standesgenossen veräußern. Es bürgen die Ritter Reinher und Bernhard von Dalwigk (Talwig), Ernst von Uslar (Usler), Johann Ryme von Allerberg (vom Alreberge), Dietmar von Adelebsen (Adeleweschen) und Lippold von Hanstein mit der Verpflichtung, bei Vertragsbruch seitens des Ausstellers auf Anforderung des Erzbischofs oder der Markgrafen mit je einem Knecht und zwei Pferden in einer offenen Herberge bei Langensalza (Saltza) Einlager zu halten (in gysels wise in faren). - Siegel des Ausstellers für sich und seine Brüder sowie die der Bürgen angekündigt.
| Vier SP des Ausstellers sowie der Bürgen Reinher von Dalwigk, Bernhard von Dalwigk und Johann Ryme von Allerberg an Pergamentstreifen, letztgenanntes Siegel mit der Aufschrift Ryme auf dem Pergamentstreifen. |
| Landgrafen von Thüringen und Markgrafen von Meißen |
| … der geben ist czu Moringen of den fritag nach sente Kilians tage nach Christi geburte driczenhundert jar darnach in dem sybenundsechszigisten jare. |
| Reg.: Reg. Mainz, Bd. 2,1, Nr. 2264. |
| Moringen |
| mhd. |
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Sächsisches Staatsarchiv, 10001 Ältere Urkunden, Nr. 03864Benutzung im:
Hauptstaatsarchiv Dresden
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