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Beständeübersicht

Bestand

40123 VEB Steinkohlenwerk Freital, ab 1958 VEB Steinkohlenwerk "Willi Agatz"

Datierung(1936) 1941 bis 1969 (1977)
Benutzung im Bergarchiv Freiberg
Umfang (nur lfm)5,80
Betriebsgeschichte
Zum Ende des Zweiten Weltkrieges stand in Freital nur noch ein Steinkohlenwerk – das ASW-Steinkohlenwerk Zauckerode – in Betrieb. Die Förderung erfolgte in den Carolaschächten I und II in Döhlen sowie in der Schachtanlage Niederhermsdorf. Im September 1945 nahm die Stadt Freital das stillgelegte Untere Revier der ehemaligen Freiherrlich von Burgker Steinkohlenwerke als städtischen Betrieb wieder auf. Am 18. September 1945 ging das ASW-Steinkohlenwerk auf Beschluss des Landes Sachsen als "Steinkohlenwerk Freital" in das direkte Landeseigentum über. Im April 1946 wurde das "Steinkohlenwerk Freital" auch Eigentümer des städtischen Steinkohlenwerks im Unteren Revier und bestand damit aus zwei Betriebsabteilungen: Zauckerode und Unteres Revier. Ab 1. Juli 1946 trug das Werk die Bezeichnung "Industrieverwaltung I Steinkohle Zwickau, Zweigbetrieb Freital". Neben dem verfüllten Oppelschacht in Zauckerode erfolgte 1946 die Abteufung des neuen Oppelschachtes II.

Nachdem 1946 am Nordrand des Döhlener Beckens Radioaktivität festgestellt worden war, begann die SAG Wismut (ab 1954 SDAG Wismut) umfangreiche Untersuchungsarbeiten. Im zweiten Quartal 1947 annektierte die SAG Wismut das Untere Revier; die Steinkohlenförderung wurde eingestellt; abgebaut wurde ausschließlich die mit Uran angereicherte Aktivkohle. Weitere Erkundungsarbeiten durch die SAG Wismut erfolgten u.a. 1947-1948 im Oppelschacht II. Eine abbauwürdige Uranvererzung wurde einzig im Revier Heidenschanze aufgefunden, dort konzentrierten sich bis 1949 die Abbauaktivitäten der SAG Wismut auf den Collmberg, Coschütz und Birkigt. 1951/52 erbrachten Tiefbohrungen uranführende Flözpartien unter den Fluren von Gittersee und Bannewitz.

1948 wurden der Oppelschacht II in Arthur-Teuchert-Schacht und die Carolaschächte in Paul-Berndt-Grube umbenannt. Namensgeber waren zwei Aktivisten, die Initiativschichten verfahren hatten. Im April 1949 gab die SAG Wismut das Untere Revier in einem desolaten Zustand an das Steinkohlenwerk zurück. Zwischen 1950 und 1952 erfolgte die Abteufung einer neuen Schachtanlage in Gittersee zur Gewinnung von Restkohlenfeldern des Potschappler Aktienvereins, des Gitterseer Steinkohlenbauvereins und der Burgker Werke. Nach Fertigstellung der Schachtanlage Gittersee konnte noch keine Kohleförderung erfolgen; die SAG Wismut hatte die Anlage übernommen und gab sie erst Ende 1955 nach Abschluss von Erkundungsarbeiten an den VEB Steinkohlenwerk Freital zurück.

Wegen Erschöpfung der Kohlenvorräte war 1952 die Schachtanlage Niederhermsdorf stillgelegt worden, im September 1953 wurde auch das Untere Revier abgeworfen. Auch in den übrigen links der Weißeritz gelegenen Grubenbauen war aus gleichem Grund das Ende der Produktion vorhersehbar, dort hatten zudem Untersuchungsarbeiten keine anstehende Kohle sondern nur alte Baue erbracht. 1958 erfolgte die Stilllegung des Arthur-Teuchert-Schachtes und im Jahr darauf auch der Paul-Berndt-Grube. Damit wurde ab 1959 nur noch im Gitterseer Revier und dem damit verbundenen Revier Heidenschanze Kohle gefördert. Die 1958 angefangene Sümpfung des Burgker Marienschachtes wurde 1961 abgeschlossen. Ab 28. August 1958 führte das Werk den Namen VEB Steinkohlenwerk Willi Agatz, benannt nach einem 1957 verstorbenen SED-Funktionär und Widerstandskämpfer.

Zu Beginn der 1960er Jahre trat eine deutliche Verschlechterung der Energiekohlenqualität ein. Im April 1963 wurde der Abbau von Erzkohle im Grubenfeld Gittersee wieder aufgenommen. Die Förderung der an die SDAG Wismut verkauften uranerzhaltigen Kohle wurde in den folgenden Jahren kontinuierlich erhöht. 1967/68 erfolgte die Erschließung des Baufeldes Bannewitz vom Marienschacht aus.

Zum 1. Januar 1968 wurde der VEB Steinkohlenwerk Willi Agatz an die SDAG Wismut übergeben. Unter dem Namen Bergbaubetrieb Willi Agatz wurde die Gewinnung von Erzkohle bis in die Mitte der 1980er Jahre deutlich ausgebaut und das Grubenfeld beträchtlich erweitert. Im Jahre 1989 erfolgte nacheinander die Einstellung der Förderung in den beiden Grubenfeldern Gittersee und Bannewitz. Zum 31. Dezember 1989 wurde der Bergbaubetrieb Willi Agatz als Betriebsteil an den Bergbaubetrieb Königstein der SDAG Wismut angeschlossen. Mitte der 1990er Jahre begann der Sanierungsbetrieb Königstein der Wismut GmbH mit der Verwahrung und Flutung der Grubenbaue.



Bestandsgeschichte und –bearbeitung der Akten
Die Übergabe von Unterlagen des Steinkohlenwerkes Freital sowie seines Nachfolgebetriebes, des Steinkohlenwerkes "Willi Agatz", an das Bergarchiv Freiberg erfolgte in mehreren Teilen. Im Rahmen der Übernahme des Willi-Agatz-Werkes durch die SDAG Wismut und der damit einhergehenden Auflösung des Betriebsarchivs wurde 1968 ein erster Teil der Unterlagen an das damalige Staatsarchiv Dresden übergeben, dessen Kommission Wertermittlung auch die Bewertung hierfür vornahm. 1985 folgte eine zweite Abgabe an das Hauptstaatsarchiv. Für beide Übergaben wurden Schriftgut- bzw. Abgabelisten erstellt, die als vorläufige Findhilfsmittel Verwendung fanden; zusätzlich hierzu fertigte das Archiv eine Findkartei an. 1999 wurden die genannten Unterlagen mit einem Umfang von ca. 3,2 lfm zuständigkeitshalber an das Bergarchiv Freiberg abgegeben.

Ebenfalls im Jahr 1999 übergab die Gesellschaft zur Verwahrung und Verwertung von stillgelegten Bergwerksbetrieben (GVV), Bergwerk Zwickau dem Bergarchiv 2 lfm Akten der Provenienzen Steinkohlenwerk Freital und Steinkohlenwerk "Willi Agatz" einschließlich einer die Unterlagen lediglich grob erfassenden Abgabeliste, die als Teil 4 dem vorliegenden Bestand angegliedert wurden. Hierbei handelt es sich um Akten des Technisch-Historischen Archivs der ehemaligen Erzgebirgischen Steinkohlen-Energiegesellschaft mbH (EStEG) als Nachfolgebetrieb des VEB Steinkohlenkokereien August Bebel, deren Räumlichkeiten sich in der Äußeren Schneeberger Str. 100 in Zwickau befanden. Zum 1. Januar 1995 wurde auf Entscheid der Treuhandanstalt Berlin neben dem Bereich Kokerei / Sanierung und dem Sozialarchiv auch das Technisch-Historische Archiv aus der EStEG ausgegliedert und - unter Beibehaltung o.g. Räumlichkeiten - in die GVV übertragen. Das Technisch-Historische Archiv fungierte als Unternehmens- und Steinkohlenarchiv aller in der DDR tätigen Steinkohlenbergbauunternehmen, deren wirtschaftsleitender Organe sowie aller Rechtsvorgänger. Die bis in die 40er Jahre des 19. Jahrhunderts zurückreichende Überlieferung umfasst neben jenen des Steinkohlenwerkes Freital bzw. "Willi Agatz" insbesondere Unterlagen der VVB Steinkohle, der Steinkohlenwerke des Zwickauer Reviers August Bebel, Martin Hoop und Karl Marx, des Steinkohlenwerkes Oelsnitz, des Steinkohlenwerkes Plötz (Sachsen-Anhalt) sowie der Steinkohlenunternehmen des 19. und 20. Jahrhunderts vornehmlich des Zwickauer und Lugau-Oelsnitzer Reviers.

Ferner wurden aus dem bereits im Bergarchiv befindlichen Bestand VEB Steinkohlenwerk Oelsnitz/Erzgebirge, Teilbestand Markscheiderische Unterlagen zum einen 15 und zum anderen 6 Akten herausgelöst, die in den vorliegenden Bestand als Teil 3 bzw. in Teil 4 eingeordnet wurden. Es ist zu vermuten, dass besagte Unterlagen für markscheiderische Tätigkeiten benötigt wurden, die die Gruppenmarkscheiderei des VEB Steinkohlenwerkes Oelsnitz/Erzgebirge für das Freitaler Steinkohlenwerk ausgeführt hat und die nach Abschluss der Arbeiten in Oelsnitz verblieben bzw. später an die GVV abgegeben wurden.

2001 erfolgte im Bergarchiv die Zusammenführung der Abgabelisten der bereits erwähnten vier Teilbestände im Findhilfsmittel 207g. Da die Abgabeliste für den Teil 4 aufgrund der lediglich summarischen Verzeichnung eine befriedigende Recherche nicht erlaubte, wurden die betreffenden Akten nochmals einfach erschlossen, d.h. die auf den Aktendeckeln befindlichen Titel- und Laufzeitangaben handschriftlich erfasst.

Um den Bestand auch elektronisch und zudem umfassender recherchierbar zu gestalten, erfolgte im Juli 2005 durch Frau Regina Schulz im Rahmen einer Arbeitnehmerüberlassung die Neuverzeichnung der Unterlagen in der Datenbank AUGIAS - Archiv. Eine Bereinigung und Bewertung des Bestandes fand insofern statt, als dass a) Unterlagen mit einer Laufzeit bis 1946/47 ausgesondert und in den Bestand Steinkohlenwerk Zauckerode eingeordnet wurden sowie b) Doppelstücke und Unterlagen ohne Aussagewert kassiert wurden.

Im Zuge der Neuverzeichnung erfolgte auch eine Neusignierung. Gleichwohl wurden sowohl die alten Archivsignaturen als auch auf den Unterlagen enthaltene Registratursignaturen aufgenommen; eine dem Findbuch nachgestellte Konkordanz von alter zu neuer Archivsignatur leistet hier Hilfestellung. Die Titel sowie die Enthält- und Darin - Vermerke wurden größtenteils neu gebildet. Die Verzeichnungsintensität umfasst die einfache bis erweiterte Verzeichnung. Insgesamt wurden 329 Akteneinheiten mit einer Laufzeit von (1936) 1941 bis 1969 (1977) aufgenommen.

Im Bestand befinden sich personenbezogene Unterlagen. Diese unterliegen gemäß Sächsischem Archivgesetz einer besonderen Schutzwürdigkeit und sind daher für die Benutzung bis zum Ablauf der jeweils angegebenen Fristen gesperrt.

Bestandsgeschichte und –bearbeitung der Risse
Aus einer im November 2003 erfolgten Übergabe von Riss- und Zeichnungsunterlagen des Bergbaumuseums Oelsnitz/Erzgebirge wurden 6 Risse des Steinkohlenwerks Freital herausgelöst und unmittelbar nach der Übernahme durch Frieder Münden im Rahmen einer Arbeitnehmerüberlassung in der Datenbank AUGIAS - Archiv verzeichnet.

Im Jahre 2018 übergab der Sanierungsbetrieb Königstein der Wismut GmbH den Rissbestand der ehemaligen Markscheiderei Zauckerode an das Bergarchiv. Dieser wurde zunächst dem Bestand 40113 Steinkohlenwerk Zauckerode zugeordnet, wenn nicht bei der Übernahmerevision bereits bekannte Signaturen des Oberbergamtsarchivs zu erkennen waren. Im Folgejahr begann die Erschließung der übernommenen Risse und die Herauslösung derjenigen Risse, die vor der Bildung des königlichen Steinkohlenwerks oder nach der Einziehung des ASW-Steinkohlenwerks Zauckerode entstanden sind, sowie solcher, die von anderen Werken stammten. 86 Risse aus der Übernahme wurden dabei dem vorliegenden Bestand zugeordnet. Die vom VEB Steinkohlenwerk Freital nachgebrachten Urrisse des Steinkohlenwerkes Zauckerode sind im Bestand 40113 zu finden.

Eine Lichtpause aus der Übernahme von 2003 wurde kassiert, da unter den hinzugekommenen Rissen die originale Tuschezeichnung aufgefunden wurde. In Folge des vergrößerten Bestandsumfangs erfolgte die Neustrukturierung der Systematik. Der Rissteilbestand umfasst nunmehr 91 Verzeichnungseinheiten.

Noch nicht übergeben wurden die Urrisse des VEB Steinkohlenwerks Willi Agatz, da deren Nachbringung nicht abgeschlossen ist. Sie verbleiben bis zu einem noch nicht absehbaren Zeitpunkt bei der Wismut GmbH.

Korrespondierende Bestände

Bergarchiv Freiberg

40064|-----|Technisches Büro des Bergbaues und der Brennstoffindustrie des Landes Sachsen

• 40098|-----|VVB (Z) Steinkohle

• 40108|-----|Bildmaterialien zum sächsischen Steinkohlenbergbau

• 40113|-----|Steinkohlenwerk Zauckerode

• 40122|-----|Steinkohlenbauvereine des Dresden-Freitaler Reviers

Hauptstaatsarchiv Dresden

10168|-----|Grundherrschaft Burgk (enthält die Überlieferung der Freiherrlich von Burgker Steinkohlenwerke)

• 11605|-----|Fa. Aktiengesellschaft Sächsische Werke (enthält die Überlieferung des Steinkohlenwerkes Zauckerode ab 1923)

Literaturhinweise

Helmut Wilsdorf; Haus der Heimat, Kreismuseum Freital (Hrsg.), Dokumente zur Geschichte des Steinkohlenabbaus im Haus der Heimat 1542-1882, Freital 1985

• Reimar Paul, Das Wismut-Erbe : Geschichte und Folgen des Uranbergbaus in Thüringen und Sachsen, Göttingen 1991

• Juliane Puls, Wolfgang Vogel, Der Bergbau im Döhlener Becken von 1945 bis 1989, Freital 1992

• Rainer Karlsch, Schröter Harm (Hg.), "Strahlende Vergangenheit" - Studien zur Geschichte des Uranbergbaus der Wismut, o.O. 1996

• Helge Mai, Manfred Zscheile, Die Grubenbahnen des Freitaler Steinkohlen- und Uranbergbaus, Dresden 1999

• Juliane Puls, Freital auf dem Weg zur Stadt, Erfurt 2000

• Jan Teichgräber, Steinkohlebergbau im Döhlener Becken, Dresden 2002, Facharbeit Schuljahr 2001/2002, Fachoberschule BSZ Wirtschaft DD III

• Die Bestände des sächsischen Bergarchivs Freiberg, Halle 2003

• Wolfgang Reichel, Manfred Schauer, Das Döhlener Becken bei Dresden – Geologie und Bergbau – Bergbau in Sachsen Bd. 12, Freistaat Sachsen, Freiberg 2006

Freiberg, 23.10.2019 (Risse), 05.08.2005 (Akten)



Mona Harring, A. Henry ZimmermannEntwicklung des Steinkohlenwerkes Freital bzw. "Willi Agatz" 1945 - 1989
-|-----|11. September 1945 Wiederaufnahme des Unteren Reviers als Unternehmen der Stadt Freital

-|-----|18. September 1945 Überführung der Steinkohlengruben der ASW in Landeseigentum (Steinkohlenwerk Freital)

-|-----|April 1946 Übertragung des Unteren Reviers an das Steinkohlenwerk Freital

-|-----|1. Juli 1946 Firmierung als Industrieverwaltung I Steinkohle Zwickau, Zweigbetrieb Freital

-|-----|1947 Verpachtung des Unteren Reviers an die SAG Wismut

-|-----|1948 Umbenennung Carolaschacht in Paul-Berndt-Grube und Oppelschacht II in Arthur-Teuchert-Schacht

-|-----|1948 Aufnahme der Erzkohlegewinnung im Grubenfeld Heidenschanze

-|-----|April 1949 Rückgabe des Unteren Reviers durch die SAG Wismut

-|-----|1950 Beginn des Abteufen des Doppelschachtanlage Gittersee

-|-----|1952 Stilllegung der Schachtanlage Niederhermsdorf

-|-----|1952 Übernahme der Schachtanlage Gittersee durch die SAG Wismut

-|-----|1952 Firmierung als VEB Steinkohlenwerk Freital

-|-----|1953 Stilllegung des Unteren Reviers

-|-----|1955 Rückgabe der Bergbauanlagen der SDAG Wismut an das Steinkohlenwerk

-|-----|1957 Beginn der Sümpfung des Marienschachtes

-|-----|März 1958 Stilllegung Arthur-Teuchert Schacht,

-|-----|28. August 1958 Umbenennung in Steinkohlenwerk Willi Agatz

-|-----|Juni 1959 Stilllegung Paul-Berndt Grube, damit Einstellung der Kohlenförderung auf Freitaler Stadtgebiet

-|-----|1959/60 Abbruch der Döhlener Wäsche (Fabrik 93 der SDAG Wismut)

-|-----|1961 Durchschlag des Querschlages zwischen Schachtanlage Gittersee und Marienschacht

-|-----|1962 Vereinbarung über Erzkohlelieferungen an die SDAG Wismut

-|-----|Dezember 1967 Einstellung der Förderung von Energiekohle

-|-----|1. Januar 1968 Auflösung des VEB Steinkohlenwerkes "Willi Agatz", Übernahme der Bergbauanlagen durch die SDAG Wismut als Bergbaubetrieb "Willi Agatz"

-|-----|1. Dezember 1989 Einstellung der Erzkohleförderung durch die Bergbaubetrieb Willi Agatz (Ende des aktiven Bergbaus im Döhlener Becken)

-|-----|31. Dezember 1989 juristische Auflösung des Bergbaubetriebes "Willi Agatz" und Angliederung an den Bergbaubetrieb Königstein

-|-----|1991 juristische Auflösung der SDAG Wismut (Staatsvertrag), Gründung der Wismut GmbH

-|-----|1992-1995 Verwahrung der Schächte und Halden

-|-----|1994-2001 Sanierung des Tiefen Elbstolln, die anschließend vorgesehene Abführung der Grubenwasser über die alten Grubenbaue in den Stolln misslingt

-|-----|1995 Flutung der Grube Gittersee

-|-----|2007 – 2014 Vortrieb des Wismutstolln zur Entwässerung der Grubenfelder Gittersee und Heidenschanze in den Tiefen Elbstolln (Abschluss der Sanierungsmaßnahmen durch die Wismut GmbH)Abkürzungsverzeichnis



ASW|-----|Aktiengesellschaft Sächsische Werke

Fa.|-----|Firma

IG|-----|Industriegewerkschaft

KPD|-----|Kommunistische Partei Deutschlands

LPG|-----|Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft

SAG|-----|Sowjetische Aktiengesellschaft

SDAG|-----|Sowjetisch-Deutsche Aktiengesellschaft (Wismut)

TU|-----|Technische Universität

VVB|-----|Vereinigung Volkseigener Betriebe
Akten: Werkleitung und Grundsatzangelegenheiten.- Rechts- und Grundstücksangelegenheiten.- Personalangelegenheiten.- Finanzen und Rechnungswesen.- Planung und Statistik.- Erkundung und Markscheidewesen (Koordinatenberechnung, Beobachtungsnivellement der Talsperrenwasserleitung Tharandt-Dresden, Kohlenvorräte, Bohrungen in Freital und Gittersee, Zug- und Winkelbücher).- Betrieb unter Tage.- Betrieb über Tage.- Wettbewerb.- Berg- und sonstige Schäden.- Betriebssicherheit und Unfallangelegenheiten.- Kultur- und Sportangelegenheiten.
Risse: Grundrisse.- Terrestrisch-photogrammetrische Aufnahme.- Anlagenzeichnung.
Der VEB Steinkohlenwerk Willi Agatz ist nach dem Zweiten Weltkrieg aus den Freiherrlich von Burgker Steinkohlenwerken und dem Steinkohlenwerk Zauckerode hervorgegangen. 1946 wurde festgestellt, dass die Kohlenlagerstätten und das darunterliegende Urgebirge im Gebiet um Freital Uran enthalten. Erkundungs- und Gewinnungsarbeiten wurden daher von der SAG Wismut (seit 1953 SDAG Wismut) durchgeführt. Abbauwürdige Vererzungen wurden jedoch nur in den Revieren Gittersee und Bannewitz gefunden. Aufgrund von Problemen bei der Uranerzaufbereitung wurden die Gewinnungsarbeiten eingestellt und die Schachtanlagen 1955 an den VEB Steinkohlenwerk Freital übergeben. Dieser Betrieb wurde am 1. Januar 1968 jedoch wieder von der SDAG Wismut übernommen. In den Abbaurevieren Gittersee und Bannewitz wurde dann durch den Bergbaubetrieb Willi Agatz die Gewinnung der uranerzhaltigen Steinkohle durchgeführt und erst am 1. Dezember 1989 endgültig eingestellt. Die dortigen Verwahrungsarbeiten obliegen dem Sanierungsbetrieb Königstein der Wismut GmbH.
  • 2005 | Findbuch/Datenbank (Akten)
  • 2019 | Findbuch/Datenbank (Risse)
  • 2022-03-24 | Diese Ausgabe über AWAX 2.0.1.3
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