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Beständeübersicht

Bestand

21626 Gilbert, Max (SPD)

Datierung1919 - 1974
Benutzung im Staatsarchiv Leipzig
Umfang (nur lfm)0,10
Zur Biografie von Max Gilbert

Max Gilbert wurde am 21. Februar 1897 in Leipzig-Knauthain geboren. Nach dem Besuch der Volksschule und der Gewerbeschule absolvierte er von 1912 bis 1916 eine Lehre als Schlosser bei der Firma Schelter & Giesecke, Leipzig. Seit seiner Lehrzeit war er in der Gewerkschaftsbewegung aktiv. Von 1916 bis 1919 war er als Soldat in Frankreich. Nach seiner Rückkehr arbeitete er als Schlosser bei der Firma Schelter & Giesecke, Leipzig, und später bei der Allgemeinen Transportanlagen Gesellschaft m. b. H. Leipzig (ATG).
1919 trat er in die USPD ein, ab 1920 als Vorstandsmitglied im Ortsverband Leipzig-Großzschocher und blieb bis 1933 Mitglied (ab 1931 SAPD). Von 1919 bis 1933 war er Gewerkschaftsfunktionär im Deutschen Metallarbeiter-Verband und regelmäßig an Streikleitungen beteiligt. Von 1920 bis 1933 war er in der Leitung des Betriebs- und Arbeiterrates tätig und Mitglied im Verband proletarischer Freidenker.
Er war Jugenderzieher bei der Sozialistischen Arbeiterjugend und von 1924 bis 1933 Orts- und Bezirksleiter der Kinderfreunde in Leipzig ("Rote Falken"). 1933 saß er deswegen zwei Tage in Schutzhaft.
Aufgrund seiner Gewerkschaftstätigkeit wurde er 1933 bei der ATG entlassen. Von 1934 bis 1947 arbeitete er als Schlosser und Konstrukteur im Aufzugswerk Beha Leipzig, unterbrochen von einer kurzen Zeit beim Militär zwischen 1939 und 1940.
Von 1947 bis 1949 war Gilbert Schulungs- und Kultursekretär im FDGB-Kreisvorstand Leipzig in der Abteilung Kultur und dort zuständig für den Aufbau der Kulturarbeit im Stadtbezirk 31. 1948 absolvierte er einen Lehrgang an der Landesparteischule der SED Sachsen "Fritz Heckert" in Ottendorf. 1949 und 1950 war er im FDGB-Landesvorstand und als Lehrer an der Landesgewerkschaftsschule "Professor Erich Zeigner" beschäftigt. Er unterrichtete an der Volkshochschule und war Referent für politische, kulturelle und gewerkschaftliche Fragen. Von 1950 bis 1966 arbeitete er beim VEB S. M. Kirow Leipzig bis 1956 als Klubdirektor und anschließend bis zu seinem Ruhestand im Jahr 1966 als Konstrukteur und schließlich Ingenieur. Als Mitglied der Betriebsgewerkschaftsleitung war er zudem bis 1963 zuständig für das Ressort Kulturarbeit. Neben seiner Gewerkschaftstätigkeit war er ab 1951 SED-Propagandist und von 1956 bis 1959 Parteigruppenorganisator. 1967 wurde ihm eine Partei-Ehrenrente zugesprochen. Max Gilbert starb am 20. September 1974.

Bestandsgeschichte und -bearbeitung

Der aus zehn Verzeichnungseinheiten bestehende Bestand wurde vor 1989 im Bezirksparteiarchiv Leipzig der SED durch eine Findkartei mit überwiegend einfacher Verzeichnung erschlossen. Im Jahr 1993 wurde er mit den übrigen Beständen des Bezirksparteiarchivs vom PDS-Landesvorstand Sachsen dem Staatsarchiv Leipzig übergeben. Die Übertragung der Findkartei in die Archivsoftware AUGIAS-Archiv erfolgte im Jahr 2001. In Vorbereitung der Online-Stellung der Verzeichnungsangaben 2020 wurden die Verzeichnungs- und Bestandsangaben bei Bedarf überarbeitet oder ergänzt (u. a. Ergänzung und Korrektur von Datierungen), die Gliederung angepasst und die vorliegende Einleitung erstellt.

Verweise auf korrespondierende Bestände

21699 SED, Sammlung Kaderunterlagen, Nr. 0698

Nora Frießner
Oktober 2020
Persönliche Dokumente.- Glückwunschschreiben.- Kondolenzen.- Ansprachen und Referate.- Arbeitsmaterial aus der Tätigkeit als Funktionär.
21.02.1897 - 20.09.1974; Konstrukteur, Schriftführer des Arbeiterrates der Allgemeinen Transportanlagen-Gesellschaft mbH Leipzig (1922), Sekretär des Kreisvorstandes Leipzig des FDGB (1947 - 1949), Klubhausleiter (1950 - 1956)
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