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Beständeübersicht

Bestand

21629 Grunewald, Herbert (SPD)

Datierung1945 - 1989
Benutzung im Staatsarchiv Leipzig
Umfang (nur lfm)0,99

Der Bestand enthält auch 1 Archivalien, die vor allem aus rechtlichen Gründen oder aufgrund der laufenden Bearbeitung hier nicht angezeigt werden können. Bitte wenden Sie sich im Bedarfsfall direkt an das Staatsarchiv Kontaktformular

Zur Biografie von Herbert Grunewald

Herbert Grunewald wurde am 23. Januar 1915 in Leipzig-Sellerhausen geboren. Er erlernte den Beruf des Buchdruckers im Graphischen Großbetrieb Ernst Hedrich Nachf. GmbH, Leipzig. Im Juni 1929 wurde er Mitglied der SAJ, der Jugendorganisation der SPD. Im August/September wurde er zum Vorsitzenden der Gruppe in Leipzig-Paunsdorf gewählt. Am 18. Dezember 1932 wurde Grunewald - mit 17 Jahren - Mitglied der SPD und gleichzeitig als Vertreter der Jugend Mitglied des Vorstandes des Ortsvereins der SPD in Leipzig-Paunsdorf. Nach dem Verbot der Jugendorganisation SAJ Mitte 1933 führte er die Gruppe in die illegale Arbeit.
Im Zusammenhang mit der Verhaftungswelle 1935 wurde er am 19. Juni 1935 nach einer Hausdurchsuchung wegen "illegaler Arbeit für den KJVD", den Jugendverband der KPD, verhaftet und ins Polizeipräsidium Leipzig zum Verhör gebracht. Am 20. Juli 1935 erfolgt die Haftentlassung wegen "Mangel an Beweisen". Grunewald wurde unter Polizeiaufsicht gestellt. Im November 1937 wurde er zur Wehrmacht nach Grimma eingezogen. Er ging freiwillig am 13. Juli 1944 in die sowjetische Kriegsgefangenschaft, aus der er am 14. August 1945 entlassen wurde.
Anfang September 1945 trat Grunewald wieder in die SPD ein. Zum Vereinigungsparteitag der SED Westsachsen am 31. März 1946 in Leipzig war Herbert Grunewald als Delegierter aufgestellt. Als "Aktivist der ersten Stunde" war er nach dem Gründungsparteitag Mitglied der Propagandakommission der SED-Kreisleitung Leipzig (Stadtleitung). Seit Oktober 1945 arbeitete er als Leiter der Abteilung Dienststrafsachen beim Rat der Stadt Leipzig, war direkt dem Oberbürgermeister Erich Zeigner unterstellt. Er war ab 1963 als Bezirksbürgermeister beim Rat des Stadtbezirkes Leipzig-Nordost tätig. Von 1961 bis 1970 war er Abgeordneter der Stadtbezirksversammlung Leipzig-Nordost. 1961 erlangte er den Abschluss als Diplomingenieur oec.an der Technischen Universität Dresden, Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät. 1975 ging Herbert Grunewald aus gesundheitlichen Gründen im Alter von 60 Jahren in den Ruhestand.


Bestandsgeschichte und -bearbeitung

Der Bestand wurde vor 1989 im Bezirksparteiarchiv Leipzig der SED durch eine Findkartei mit überwiegend einfacher Verzeichnung erschlossen. Im Jahr 1993 wurde er mit den übrigen Beständen des Bezirksparteiarchivs vom PDS-Landesvorstand Sachsen dem Staatsarchiv Leipzig übergeben. Die Übertragung der Findkartei in die Archivsoftware AUGIAS-Archiv erfolgte im Jahr 2001. In Vorbereitung der Online-Stellung der Verzeichnungsangaben 2020 wurden die Verzeichnungs- und Bestandsangaben bei Bedarf überarbeitet oder ergänzt (u. a. Ergänzung und Korrektur von Datierungen), die Gliederung angepasst und die vorliegende Einleitung erstellt.

Hinweise für die Benutzung

Bei der Bestellung und Zitierung ist anzugeben: StA-L, 21629 Grunewald, Herbert (SPD), Nr. (fettgedruckte Zahl)


Antje Reißmann
September 2020
Erinnerungen.- Briefwechsel zur Anerkennung als Verfolgter des Naziregimes.- Schriftgut zu Verwaltungsarbeit, Abgeordnetentätigkeit, Parteigruppenarbeit, Schulungen.
23.01.1915 - ; Widerstandskämpfer gegen den Faschismus, Stadtbezirksbürgermeister Leipzig Nord-Ost
  • 2020 | Findbuch / Datenbank
  • 2026-03-10 | Diese Ausgabe über AWAX 2.0.1.5
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