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Beständeübersicht

Bestand

22494 Leipziger Baustoff GmbH

Datierung1935 - 1998
Benutzung im Staatsarchiv Leipzig
Umfang (nur lfm)4,73

Der Bestand enthält auch 20 Archivalien, die vor allem aus rechtlichen Gründen oder aufgrund der laufenden Bearbeitung hier nicht angezeigt werden können. Bitte wenden Sie sich im Bedarfsfall direkt an das Staatsarchiv Kontaktformular

Betriebsgeschichte

Die Leipziger Baustoff GmbH entstand durch Umwandlung des VEB Baustoffkombinat in eine Kapitalgesellschaft mit dem Gesellschaftervertrag vom 25. Juni 1990. Die Eintragung im Handelsregister (HRB 1094) wurde am 15. Oktober 1990 vorgenommen. Alleinvertretungsberechtigter Geschäftsführer war der bisherige Direktor für Technologie Harald Buschold.
Der Sitz des VEB Baustoffkombinates Leipzig war die Stadt Taucha, zuerst Am Steinbruch 2, später am Pönitzer Weg. Den Ausgangspunkt der Bildung des Kombinates bildete der Zusammenschluss der Tauchaer Betriebsteile Steinbruch Döbitz, Steinbruch Graßdorf, Tonsteinwerk Taucha und Sandgrube "Schwarzer Berg".
Der Steinbruch Döbitz im Ortsteil Dewitz war bereits um 1840 als fiskalischer Steinbruch angelegt worden und wurde zunächst durch Pächter betrieben.[01] Ab 1925 gehörte er als Hartsteinwerk Döbitz zu den Staatlichen Kalk- und Hartsteinwerken Dresden. Die Übertragung in Volkseigentum geschah zum 01. Januar 1947 als VEB Hartsteinwerk Döbitz, Zweigbetrieb des VVB (L) Steine und Erden. Im Jahr 1949 wurde der Steinbruch Döbitz mit dem ehemaligen Ratssteinbruch Graßdorf zusammengeschlossen, der sich seit dem 16. Jh. im Besitz der Stadt Leipzig befunden hatte.[02] Nach der Auflösung der VVB (L) durch die Verordnung über die Reorganisation der volkseigenen Industrie vom 22. Dezember 1950 wurden die Steinbrüche über die VVB Natursteine dem VEB Steine und Erden Leipzig örtliche Industrie des Landkreises Leipzig unterstellt. Das Tonsteinwerk Gustav Patzer in Taucha wurde am 21. September 1948 durch die Vermögensverwaltung der FDGB GmbH als Rechtsnachfolger des ADGB beschlagnahmt und ab dem 01. Oktober 1949 an das KWU der Stadt Taucha verpachtet.[03] Bis zur Beschlagnahmung durch die Arbeitsfront 1933 war es die Ziegelei der Bauhütte Leipzig GmbH des ADGB gewesen. Eduard Ratz erwarb daraufhin die Ziegelei mit einem Begünstigungsschein im Jahr 1937 und verkaufte sie 1940 an Gustav Patzer. 1951 wurde das Tonsteinwerk ebenfalls Teil des VEB Steine und Erden des Landkreises Leipzig. Die Sandgrube am Schwarzen Berg war bis 1945 in privater Hand gewesen und gelangte über die VdgB BHG eG an den VEB (K) Bau Leipzig, Kies- und Mörtelwerk.[04] Zum 01. Januar 1952 wurden diese Betriebe ausgegliedert und der VEB (G) Baustoffwerke Taucha gegründet.[05] Noch im Dezember dieses Jahres wurden die Baustoffwerke Taucha als VEB (K) in das Handelsregister der volkseigenen Wirtschaft (HRC 41) eingetragen.
Das Unternehmen wurde in den folgenden Jahren bis zum Ende der DDR immer wieder um weitere Betriebe erweitert. Die Kombinatsbildung ereignete sich 1959 durch die Zuordnung des VEB (K) Steine und Erden Markkleeberg-Prödel zunächst als VEB (K) Baustoff-Kombinat Leipzig-Land.[06] Das Werk II der Schuzag-Klinkerwerke Rudolf Schubert & Co. KG in Liebertwolkwitz, bis 1935 die Sächsischen Tonsteinwerke Kießling & Co., wurde 1962 rückwirkend zum 01. Januar 1961 angegliedert.[07] Mit der Eingliederung der Ziegelkombinate Torgau und Eilenburg 1964 wechselte das Kombinat in die Zuständigkeit des Bezirksbauamtes des Bezirkes Leipzig.[08] 1976 wurde das im Jahr 1972 verstaatlichte Kalksandsteinwerk Eilenburg dem Kombinat hinzugefügt. Durch die wirtschaftsorganisatorischen Maßnahmen von 1978 wurde das Kombinat mit der Erweiterung um den VEB (B) Keramik- und Ziegelwerke Mügeln und den Bereich Altenburg des VEB Baustoffkombinats Nobitz in das VEB Baustoffkombinat Leipzig umbenannt.[09] Es folgten in den 80er-Jahren mit dem Betonwerk Dommitzsch (1981), dem Tontagebau Nerchau (1983) und dem Betonwerk Oschatz des VEB VTK Leipzig (1985) weitere Zugänge.[10] Die Keramik- und Ziegelwerke Mügeln bildeten einen weitgehend selbstständigen Bereich im Kombinat und das Betonwerk Oschatz wurde ein juristisch und ökonomisch selbstständiger Kombinatsbetrieb. Aus dem Tonsteinwerk Taucha heraus entstand im Herbst 1969 ein erstes Betonwerk und 1979 ersetzte eine neue Ziegelei das alte Tonsteinwerk. Die Ziegeleien in Modelwitz (1973) und Schildau (1979) wurden zu Betonwerken umgebaut. Bereits in der DDR wurden wegen Bränden, erschöpften Rohstoffvorkommen, hohen Betriebskosten und Arbeitskräftemangel zahlreiche Produktionsstandorte geschlossen. Neben den Standorten der Produktion betrieb das Baustoffkombinat mehrere Ferienobjekte an verschiedenen Orten. Des Weiteren gehörten zum Kombinat Betriebswohnungen und ein Wohnheim für Rehabilitanden in Liebertwolkwitz.
Bei der Privatisierung des Kombinats gemäß § 7 der Umwandlungs-Verordnung vom 1. März 1990 wurden im Juni 1990 das Ofenkachelwerk Mügeln und das Betonwerk Oschatz als Mügelner Ofenkachelfabrik GmbH (HRB 1068) und als Betonwerk Oschatz GmbH (HRB 975) herausgelöst. Die Leipziger Baustoff GmbH übernahm als Rechtsnachfolger des Kombinates die restlichen Betriebsteile.[11] Am 01. Juli 1990 arbeiteten 679 Beschäftigte für die Leipziger Baustoff GmbH. Diese produzierten Mauerziegel, Klinker, Kalksandsteine und Betonwaren. Außerdem bot der Betrieb Abraum- und Transportleistungen, Bauleistungen sowie Maschinenbauleistungen an.[12]
Durch den Gesellschafterbeschluss vom 20. Juni 1991 wurde zum 1. Juli die Liquidation der Leipziger Baustoff GmbH eingeleitet. Der Wirtschaftsprüfer Wilhelm Münstermann wurde zum Liquidator bestellt. Ab 1996 folgte ihm die Rechtsanwältin Petra Bögge als Liquidatorin nach. In Folge des Beschlusses der Gesellschafterversammlung vom 17. Dezember 1997 wurde die Leipziger Baustoff GmbH i.L. sowie mehrere andere Abwicklungskapitalgesellschaften am 25. Mai 1998 mit der Baustoffhandel Halle GmbH (HRB 202) verschmolzen.

Betriebsteil
Vorgänger
Zugang
Abgang
Steinbruch Döbitz
Hartsteinwerk Döbitz, Staatliche Kalk- und Hartsteinwerke Dresden
1945
1972
Steinbruch Graßdorf
Leipziger Ratssteinbruch, Pachtbetrieb der Fa. Preisser
1949
1978
Tonsteinwerk Taucha
Tonsteinwerk Gustav Patzer
1950
1978
Sandgrube "Schwarzer Berg"
Sandgrube und Zementwarenfabrik am Schwarzen Berg Martin Schuchardt & Co., Dewitz
1950
1970
Ziegelei Imnitz
Ziegelwerk Imnitz-Zwenkau Baumeister Richard Tümmel
1959
1976
Ziegelei Zöbigker

1959
1971
Ziegelei Holzhausen
Klinkerwerke Curt Stötzner KG
1959
1971
Ziegelei Großzschocher
Dampfziegelei Carl Jahn, Inhaber Stoye, Leonhardt und Neubert
1959
1961
Ziegelei Modelwitz

1959
1973
Ziegelei Altscherbitz

1959
1969
Ziegelei Kinne, Zwenkau
Dampfziegelei Rudolf Kinne
1959
1963
Klinkerwerk Liebertwolkwitz
Werk II, Schuzag-Klinkerwerke Rudolf Schubert & Co. KG, Narsdorf
1962
1992
Zentrale Abraumbrigade Döbitz

1962
1991
Ziegelei Torgau

1964
1965
Ziegelei Schildau
Schildauer Ziegelwerke Ernst Rosch
1964
1978
Ziegelei Greudnitz

1964
1979
Ziegelei Großtreben

1964
1971
Ziegelei Eilenburg
Klinkerwerk Eilenburg
1964
1968
Ziegelei Wellaune
Dampfziegelei Wilhelm Beutler
1964
1971
Betonwerk Taucha

1969
1991
Betonwerk Modelwitz

1973
1990
Kalksandsteinwerk Eilenburg

1976
1991
Ofenkachelwerk Mügeln
Ofen-, Porzellan- und Tonwarenfabrik Mügeln GmbH
1978
1990
Ziegelei Göttwitz
Dampfziegelei Göttwitz, Zweigbetrieb der Dampfziegelei Dolgowitz bei Löbau
1978
1992
Ziegelei Mahlis
Ziegel- und Schamottewerk Mahlis Otto Kunze
1978
1987
Ziegelei Döbeln

1978
1978
Ziegelei Altenburg

1978
1982
Ziegelei Tegkwitz
Fa. Albin Taubert
1978
1992
Ziegelei Brossen
Ziegelei Just KG
1978
1986
Steinzeugwerk Lonnewitz
Lonnewitzer Tonwerke Johannes Uhlmann
1978
1978
Betonwerk Schildau

1979
1992
Ziegelei Taucha

1979
1991
Betonwerk Dommitzsch
BSB Betonwerk Erich Döring KG
1981
1991
Tontagebau Nerchau
Fa. Dürrweitzschener Kaolin- und Tonwerke Hellmut Wagner
1983
1992
Betonwerk Oschatz

1985
1990


Bestandsgeschichte und -bearbeitung

Die Unterlagen des Bestandes wurden während der Liquidation des Unternehmens gemäß den mit dem Staatsarchiv abgestimmten Anweisungen der Treuhandanstalt ausgesondert. Die Abgabe erfolgte zunächst an das zentrale Depot für das Land Sachsen bei der DISOS GmbH unter der Treuhandnummer 257. Bis zur Abgabe an das Staatsarchiv Leipzig lagerte das Schriftgut im Auftrag der Bundesanstalt für vereinigungsbedingte Sonderaufgaben, nach einer Neuausschreibung der Lagerungsdienstleistung, für die Dauer der Aufbewahrungsfristen bei der Rhenus Archiv Services GmbH. Durch das Staatsarchiv wurde bereits 1996 im Rahmen einer Listenbewertung 260 angebotene Einheiten auf ihre Archivwürdigkeit geprüft. Für die Personalakten wurde 1998 eine Stichprobe nach den Anfangsbuchstaben der Nachnamen für die Überlieferung ausgewählt. Im Jahr 2001 erfolgte eine weitere Listenbewertung für eine zweite Anbietung von weiteren 49 Einheiten.[13] Am 23. August 2017 übernahm das Staatsarchiv Leipzig 75 Einheiten als Bestand 22494 Leipziger Baustoff GmbH.
Im Mai 2025 wurde der Bestand durch den Archivinspektoranwärter Stephan Streicher als archivische Probearbeit vollständig erschlossen und ein Findbuch angefertigt. Im Rahmen der Bearbeitung wurde eine Nach- und Feinbewertung durchgeführt. Aus technischen Gründen erhöhte sich die Anzahl der Einheiten bei der Verzeichnung durch die Aufteilung in mehrere Bände. Bei unterschiedlichen Inhalten innerhalb einer Anbietungseinheit wurden diese getrennt verzeichnet.

Überlieferungsschwerpunkte

Der Bestand umfasst vor allem Dokumente der Leipziger Baustoff GmbH und ihrer staatlichen Vorgängerbetriebe in der DDR. Unterlagen der in der DDR verstaatlichten privaten Vorgängerunternehmen sind nur in geringem Maß vorhanden. Ebenso finden sich einige wenige Dokumente aus der Übergangszeit zur Baustoffhandel Halle GmbH.
Das Rückgrat der Überlieferung bilden die Bilanzunterlagen, welche für die DDR-Zeit fast vollständig vorliegen und teilweise auch die älteren Bilanzen eingegliederter volkseigener Betriebe enthalten. Weitere Schwerpunkte bilden die Unterlagen zur Durchführung der Liquidation mit dem Verkauf der Immobilien und Personalunterlagen. Zu einzelnen Betriebsteilen sind Dokumente zum Betrieb in der DDR vorhanden, vor allem zur Untersuchung der Rohstoffvorkommen, Grundstücksangelegenheiten und bergtechnische Unterlagen zum Rohstoffabbau. Hauptsächlich handelt es sich jedoch um Material zur Verwaltung und zum Verkauf in den 90er Jahren, z. B. Wertermittlung, Klärung vermögensrechtlicher Ansprüche und der Einschätzung von Altlasten. Besonders umfangreich ist die Überlieferungslage für das Klinkerwerk Liebertwolkwitz. Die Dokumente der Geschäftsleitung im Bestand beschränken sich auf die Umbruchszeit um 1990.
Hervorzuheben wären die Ausbildungsakten und Ausweise der Sozial- und Arbeitsversicherung vietnamesischer Vertragsarbeiter. Für die Geschichte des VEB Baustoffkombinates Leipzig und seiner Vorgänger in der DDR von herausragendem Interesse ist dessen mit Fotos illustrierte Betriebschronik bis zum Jahr 1979.

Hinweise für die Benutzung

Der Bestand enthält sowohl Unterlagen, die nach § 10 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 des Sächsischen Archivgesetzes erst dreißig Jahre nach der Entstehung benutzt werden dürfen, als auch Unterlagen, die nach § 10 Abs. 1 Satz 3 des Sächsischen Archivgesetzes erst zehn Jahre nach dem Tod bzw. einhundert Jahre nach der Geburt der betroffenen Person benutzt werden dürfen. Die Vorlage dieser Archivalien ist nur nach gesonderter Prüfung im Wege des Antragsverfahrens zur Schutzfristenverkürzung möglich. Aus Datenschutzgründen werden Verzeichnungsangaben, die einer Schutzfrist unterliegen, in der online-Fassung des Findbuchs nicht angezeigt. Wir empfehlen eine Nachfrage beim verwahrenden Archiv.
Die Arbeitskräftekartei diente ab 1990 als Grundlage provisorischer Personalakten, da die Mitarbeiter ihre Personalunterlagen beim Verlassen des Unternehmens mitnehmen konnten oder zugesendet bekamen. Dies wurde bei der Leipziger Baustoff GmbH auch für ehemalige Mitarbeiter praktiziert, sodass nur eine geringe Zahl von Personalakten zurückblieb. Die verbliebenen Personalakten können nicht als repräsentative Stichprobe für die Belegschaft betrachtet werden.
Der Erhaltungszustand der Unterlagen ist überwiegend gut. Es sind lediglich einzelne Dokumente in einigen Verzeichnungseinheiten stark beschädigt.
Bei der Bestellung und Zitierung ist anzugeben: StA-L, 22494 Leipziger Baustoff GmbH, Nr. (fettgedruckte Zahl).

Hinweise auf korrespondierende Bestände

Hauptstaatsarchiv Dresden:


10002 Urkunden aus der Finanzverwaltung
10082 Oberhofgericht Leipzig, Loc. 12468/16
11384 Landesregierung Sachsen, Ministerium für Wirtschaft
11500 Industrie- und Handelskammer Sachsen, Nr. 118
11575 VVB (L) Steine und Erden, Dresden

Staatsarchiv Leipzig:

20009 Amt Leipzig
20109 Gerichtsamt Taucha, Nr. 071
20124 Amtsgericht Leipzig
20202 Leipziger Messeamt (I), Nr. F08663
20234 Kreistag / Kreisrat Leipzig
20237 Bezirkstag / Rat des Bezirkes Leipzig
20242 Industrie- und Handelskammern Nordwestsachsens, Nr. 4203
20250 Bezirksbehörde der Deutschen Volkspolizei Leipzig, Nr. 1539
20256 Bezirksvertragsgericht Leipzig
20262 Kreisgericht Leipzig
20287 Staatliches Notariat Torgau
20302 Bezirkspoliklinik der Bauarbeiter Leipzig, Arbeitshygienische Abteilung
20626 Stadt Taucha
20725 Grahneis & Börner, Gummiwerke, Zipsendorf, Nr. 247
21038 Sächsische Bank, Filiale eipzig, Nr. 69
21043 Deutsche Investitionsbank, Bezirksdirektion Leipzig
21123 SED-Bezirksleitung Leipzig
21134 SED-Kreisleitung Oschatz, Nr. IV/4/10/343
21358 SED-Grundorganisation VEB Baustoffkombinat Leipzig
21383 SED-Grundorganisation VEB Keramik- und Ziegelwerke Mügeln
22030 Staatsarchiv Leipzig, Nr. 1758
22072 Straßen- und Wasserbauamt, Nr. 004
22124 Büro für Territorialplanung bei der Bezirksplankommission Leipzig
22173 Register des Kreises Torgau, Nr. 012
22184 Staatlicher Forstwirtschaftsbetrieb Wermsdorf, Nr. 027
BvS-Nr. 00259 Beton GmbH Bad Lausick; VEB Baustoffkombinat Nobitz[14]
BvS-Nr. 00260 Baustoffwerke Narsdorf GmbH i. L.; VEB Baustoffwerke[15]

Bergarchiv Freiberg:

40028 Staatliche Bergwirtschaftsstelle, 1-1290
40030 Staatliche Lagerstättenforschungsstelle, 2-H24615
40064 Technisches Büro des Bergbaus und der Brennstoffindustrie des Landes Sachsen, 1-563
40067 Bergbehörde Borna
40131 VEB Geologische Forschung und Erkundung Freiberg

Stadtarchiv Leipzig:

0001 Stadtverordnete 1830-1935
0008 Ratsstube
0025 Grundstücksamt, Nr. 222
0049 Tiefbauamt
0080 Kommunalwirtschaftsunternehmen, Nr. 948

Städtisches Museum Taucha:

Fotothek; Inv.-Nr. 816/822

Literatur

Junge, Frank W.: Steinreiches Taucha. Parthestadt im einstigen Vulkangebiet, Beucha/Markkleeberg 2023.

Abkürzungsverzeichnis

ADGB
Allgemeiner Deutscher Gewerkschaftsbund
AG
Aktiengesellschaft
BHG
Bäuerliche Handelsgenossenschaft
BRD
Bundesrepublik Deutschland
BSB
Betrieb mit staatlicher Beteiligung
BvS
Bundesanstalt für vereinigungsbedingte Sonderaufgaben
DDR
Deutsche Demokratische Republik
DM
Deutsche Mark
eG
eingetragene Genossenschaft
Fa
Firma
FDGB
Freier Deutscher Gewerkschaftsbund
GmbH
Gesellschaft mit beschränkter Haftung
i.L.
in Liquidation
IHK
Industrie- und Handelskammer
KAP
Kooperative Abteilung Pflanzenproduktion
KG
Kommanditgesellschaft
KWU
Kommunalwirtschaftsunternehmen
o.D.
ohne Datum
o.M.
ohne Maßstab
TLG
Treuhand Liegenschaftsgesellschaft
VdgB
Vereinigung der gegenseitigen Bauernhilfe
VEB (B)
Volkseigener Betrieb (bezirksgeleitet)
VEB (G)
Volkseigener Betrieb (gemeindegeleitet)
VEB (K)
Volkseigener Betrieb (kreisgeleitet)
VTK
Verkehrs- und Tiefbaukombinat
VVB (L)
Vereinigung volkseigener Betriebe (landesgeleitet)
WO-Maßnahme
wirtschaftsorganisatorische Maßnahme
ZBE
Zwischenbetriebliche Einrichtung



Stephan Konrad Streicher
Juni 2025


[01] Erwerb der Grundstücke für den Steinbruch 1840: Sächsisches Staatsarchiv, Hauptstaatsarchiv Dresden, 10002 Urkunden aus der Finanzverwaltung, Nr. 03962; Sächsisches Staatsarchiv, Staatsarchiv Leipzig, 20009 Amt Leipzig, Nr. 4819.
[02] Zur Geschichte der Tauchaer Steinbrüche: Junge, Frank W.: Steinreiches Taucha. Parthestadt im einstigen Vulkangebiet, Beucha/Markkleeberg 2023.
[03] Sächsisches Staatsarchiv, StA-L, 20626 Stadt Taucha, Nr. 1892.
[04] Sächsisches Staatsarchiv, StA-L, 22494 Leipziger Baustoff GmbH, Nr. 002.
[05] Zur Bildung der Baustoffwerke Taucha: Sächsisches Staatsarchiv, StA-L, 22494 Leipziger Baustoff GmbH, Nr. 003.
[06] Laut Betriebschronik VEB Steine und Erden Markkleeberg-Zöbigker: Sächsisches Staatsarchiv, StA-L, 22494 Leipziger Baustoff GmbH, Nr. 073.
[07] Übersicht zur Entwicklung der Rechtsverhältnisse des Klinkerwerks: Sächsisches Staatsarchiv, StA-L, 22494 Leipziger Baustoff GmbH, Nr. 149.
[08] VEB Ziegelkombinat Torgau: Sächsisches Staatsarchiv, StA-L, 20256 Bezirksvertragsgericht Leipzig, Nr. 3201; VEB Ziegelkombinat Eilenburg ist im Handelsregister nicht nachweisbar.
[09] Zur Geschichte bis 1978/79 die Betriebschronik: Sächsisches Staatsarchiv, StA-L, 22494 Leipziger Baustoff GmbH, Nr. 073.
[10] Dommitzsch: Sächsisches Staatsarchiv, StA-L, 20256 Bezirksvertragsgericht Leipzig, Nr. 4783; Nerchau: Sächsisches Staatsarchiv, StA-L, 22494 Leipziger Baustoff GmbH, Nr. 092.
[11] Unternehmenskonzept und Gründungsbericht: Sächsisches Staatsarchiv, StA-L, 22494 Leipziger Baustoff GmbH, Nr. 077.
[12] Sächsisches Staatsarchiv, StA-L, 22494 Leipziger Baustoff GmbH, Nr. 069.
[13] Bewertung der DISOS-Listen: Sächsisches Staatsarchiv, StA-L, 22030 Staatsarchiv Leipzig, Nr. 1758.
[14] Noch nicht erschlossen.
[15] Noch nicht erschlossen.
Geschäftsleitung.- Bilanzen.- Grundstücksangelegenheiten.-
Liquidation.- Personalunterlagen.- Gutachten.- Bergtechnische
Unterlagen.- Erkundungsprojekte.
Die Leipziger Baustoff GmbH wurde im Juni 1990 gegründet und am
15. Oktober 1990 im Handelsregister B eingetragen (HRB Nr. 1094).
Vorgängerbetrieb war der VEB Baustoffkombinat Leipzig, der 1952
als VEB Baustoffwerke Taucha gegründet wurde. Er wurde 1961
zunächst in VEB (K) Baustoff-Kombinat Leipzig - Land umbenannt.
Im Januar 1964 folgte die Unterstellung unter das Bezirksbauamt
des Bezirkes Leipzig mit dem Namen VEB Baustoff-Kombinat
Leipzig - Land, Sitz Taucha. Im Jahr 1978 erfolgt die Umbenennung
in VEB Baustoffkombinat Leipzig.
Gemäß § 7 der Umwandlungs-Verordnung vom 1. März 1990 wurde
der VEB Baustoffkombinat Leipzig mit Wirkung vom 14. Oktober
1990 im Handelsregister C gelöscht. Zum 1. Juli 1991 ging die
Leipziger Baustoff GmbH in Liquidation. Durch
Gesellschafterbeschluss vom 17. Dezember 1997 wurde die
verbliebenen Vermögenswerte der GmbH mit der Baustoffhandel
Halle GmbH verschmolzen.
  • 2025 | Findbuch / Datenbank
  • 2026-03-10 | Diese Ausgabe über AWAX 2.0.1.5
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