Beständeübersicht
Bestand
22575 Familienarchiv Richard Lipinski
| Datierung | 1832 - 2007 |
|---|---|
| Benutzung im | Staatsarchiv Leipzig |
| Umfang (nur lfm) | 12,36 |
Persönliche Dokumente und Manuskripte von Richard, Fritz und Peter Lipinski.- Politische Tätigkeit Richard Lipinskis.- Bücher und Druckschriften aus dem Besitz von Richard Lipinski.- Gedichtsammlung Fritz Lipinski.- Berufliche und wissenschaftliche Tätigkeit Peter Lipinskis.- Sammlungen von Zeitungsbeiträgen.
Richard Robert Lipinski wurde am 6. Februar 1867 in Danzig geboren. Seit 1882 lebte er in Leipzig. Schon während seiner Lehrzeit als Handlungsgehilfe war er publizistisch tätig und verfasste u. a. Beiträge für die Zeitung "Der Wähler", aus der später die Leipziger Volkszeitung hervorging. Für diese war er 1891 - 1901 nebenberuflich als Redakteur tätig. 1898 gründete Richard Lipinski eine Verlagsbuchhandlung und war weiterhin als Autor politischer Schriften aktiv. Bereits 1890 trat er in die SPD ein, übernahm politische Ämter und war Mitglied des Reichstags, der Sächsischen Volkskammer und 1920 - 1923 sächsischer Staatsminister des Innern. Während des NS-Regimes wurde Richard Lipinski mehrfach inhaftiert und misshandelt. Er verstarb am 18. April 1936 in Bennewitz an den Folgen der Gefängnisaufenthalte. Er hinterließ seine Ehefrau Selma geb. Böttger, mit der er seit 1894 verheiratet war. Das Paar hatte acht Kinder, darunter den 1915 geborenen Sohn Fritz. Dieser arbeitete später als Architekt und widmete sich in seiner Freizeit dem Schreiben von Lyrik. Neben Überlieferung aus seiner Lebenszeit und der seines Vaters Richard enthält der Bestand auch Unterlagen zu seinem Sohn Peter Lipinski, der den vorliegenden Bestand an das Sächsische Staatsarchiv übergeben hat.
- 2024 | Elektronisches Findmittel
- 2025-09-29 | Diese Ausgabe über AWAX 2.0.1.5