Hauptinhalt

Beständeübersicht

Bestand

33514 Nachlass Leopold Müller

Datierung1900 - 2023
Benutzung im Staatsarchiv Chemnitz
Umfang (nur lfm)0,00
Müller, Holger: Leopold Müller - Die frühen Jahre - 1953 bis 1956. Nürnberg 2006

Zur Geschichte der Technische Hochschule Otto von Guericke in Magdeburg: https://www.fmb.ovgu.de/Chronik_FMB.html
Die Überlieferung enthält v. a. eine wissenschaftlich-technische Literatur- und Zeitschriftensammlung auf dem Gebiet des Maschinen- und Fahrzeugbaues sowie Unterlagen aus der eigenen beruflichen Tätigkeit.- Lehrbriefe und Lehrbücher für die Berufs- und Ingenieursausbildung, insbesondere das Fach- und Hochschulstudium in der DDR.- Industriezweiginformationen.- Eigene Patentschriften.- Sammlungen über die Automobil-, Motorrad- und Motorenentwicklung sowie den Rennsport in der DDR und die Entwicklung der Luftfahrttechnik, des Flugzeug- und Triebwerkbaues sowie zur Verkehrsgeschichte.- Baupläne für Modellflugzeuge.- Fachnormenblätter der Normenstelle der AUTO UNION AG zur Luftfahrt.- Firmenprospekte, Firmenkataloge, Handbücher und Festschriften verschiedener Unternehmen.- Technische Unterlagen zur Motorenentwicklung.
Leopold Müller wurde am 12.03.1931 in Sacele/Rumänien geboren und verstarb am 13.08.2005 in Chemnitz. Nach einer Lehre zum Maschinenschlosser und der Beschäftigung im Werk Stadtilm der Rheinmetall-Borsig AG (dem späteren VEB Gelenkwellenwerk Stadtilm) in den Jahren 1946 bis 1949 besuchte Leopold Müller von 1949 bis 1951 den ersten Ingenieur-Lehrgang der Betriebsfachschule für den Kraftfahrzeugbau in Chemnitz (IFA-Fachschule), wo er die Abschlüsse als Meister für den Kraftfahrzeugbau und Ingenieur für den Fahrzeugbau erwarb, 1962 folgte der Abschluss als Dipl.-Ing. für Strömungstechnik in der Fachrichtung Strömungsmaschinenbau an der Technischen Universität Dresden.
Nach seiner Ausbildung war er in den 1950er Jahren als Konstrukteur im IFA-Forschungs- und Entwicklungswerk (FEW) Chemnitz, als technischer Mitarbeiter im sogenannten Materialamt Pirna, als Konstrukteur im Rennkollektiv im VEB Automobilwerk Eisenach (AWE) und beim VEB Dieselmotorenwerk Schönebeck/Elbe tätig. Im Zeitraum von September 1959 bis September 1963 übernahm er eine Forschungs- und Lehrtätigkeit am Institut für Getriebelehre an der Hochschule für Schwermaschinenbau, ab 1961 Technische Hochschule Otto von Guericke, Magdeburg. 1963 wechselte er zum VEB Wissenschaftlich-Technisches Zentrum (WTZ) Automobilbau Hohenstein-Ernstthal, Betrieb Karl-Marx-Stadt. Hier war er zunächst als Leiter der Forschungsabteilung Motor und ab Oktober 1969 als Fachgebietsleiter für motorische Antriebe tätig. Im September 1970 ging er zurück an die Technische Hochschule Otto von Guericke in Magdeburg zur 1968 gegründeten Sektion Dieselmotoren, Pumpen und Verdichter, wo er als Lektor und Dozent für das Fachgebiet Verbrennungsmotoren tätig wurde. Nachdem er eine angestrebte Dissertation nicht realisieren konnte, kehrte Leopold Müller im Oktober 1980 zum WTZ Automobilbau (im VEB Barkas-Werke, Stammbetrieb des Kombinates Automobilbau) zurück, wo er bis August 1990 als verantwortlicher erster Konstrukteur der Motorenentwicklung bzw. Gruppenleiter Konstruktion Ladungswechsel wirkte.
Beruflich zunächst mit der Entwicklung von Hochleistungsmotoren, u. a. für den 1,5 Liter AWE-Rennsportwagen, schnelllaufende Dieselmotoren, später der Motorenentwicklung für PKW, insbesondere dem NSW-Projekt "Golf-Motor" und dem Ein- und Umbau von Zwei- und Vierzylinder-Motoren in die Fahrzeuge "Wartburg" und "Trabant" betraut, übernahm Leopold Müller nach 1990 sowohl Konstruktions- als auch Beratungsaufgaben für die Ingenieurgesellschaft Auto und Verkehr (IAV) GmbH Berlin bzw. deren Niederlassung Chemnitz, die IAV Motor GmbH Chemnitz sowie die MuZ Motorrad- und Zweiradwerk GmbH in Zschopau und Hohndorf. Von seiner außerordentlich ideenreichen und erfolgreichen Tätigkeit zeugen zahlreiche Patentanmeldungen.
  • 2026-03-13 | Diese Ausgabe über AWAX 2.0.1.5
Sitemap-XML zurück zum Seitenanfang