Beständeübersicht
Archivale im Bestand
10001 Ältere Urkunden
| Archivaliensignatur | 09260 |
|---|---|
| Datierung | 11. August 1498 |
| Bestellen als | Sächsisches Staatsarchiv, 10001 Ältere Urkunden, Nr. 09260 |
| Benutzung im | Hauptstaatsarchiv Dresden |
Niederschrift über eine mündliche Unterredung unter Teilnahme von Kurfürst Friedrich III., Herzog Albrecht und Herzog Johann von Sachsen: 1) Von den 26000 Ungarischen Gulden, die der Römische König vom Heiratsgut der Ehefrau Herzog Wilhelms III. von König Ladislaus [von Ungarn] wegen als ein Herzog von Österreich zu zahlen schuldig ist und deshalb auf die Grafschaft Görz verschrieben hat, soll Herzog Albrecht von Sachsen die Hälfte folgen.- 2) Kurfürst Friedrich III. von Sachsen soll Fleiß vorkehren, dass vom Römischen König die Städte Mühlhausen und Nordhausen, auf welche den Fürsten 10000 Mark Silber verschrieben sind, mit allen Nutzen, Hoheiten und Herrlichkeiten an Sachsen gewiesen werden.- 3) Desgleichen soll er vom Römischen König ein Privileg ausbedingen, gegen die von Hamburg, die die Elbe geschlossen haben, dass die Schiffe frei in die Niederlande und andere Orte auf dem Wasser ausfahren mögen.- 4) Wegen der Erbverbrüderung mit Hessen soll jetzt, wenn der Kurfürst vielleicht in Frankfurt auf der Hochzeit sein wird, mit den Räten gehandelt werden.- 5) Die sächsischen Fürsten sollen bedenken, sofern sich der Fall ergäbe, wie sie der Fürstentümer Jülich und Berg habhaft werden und der Kurfürsten Bewilligung erlangen könnten.- 6) Beim bevorstehenden Zug Herzog Georgs von Sachsen mit den Räten Kurfürst Friedrich III. und Herzog Johanns von Sachsen nach Preußen sollen Unterhandlungen mit dem König von Polen gepflogen werden, um mit dem König von Ungarn und Böhmen ein Sachsen, Brandenburg, Pommern, Hessen, Mecklenburg und das Erzstift Magdeburg einschließendes Bündnis gegen die Türken zu schließen.- 2) Die Hinterlande Fürstentum Sagan [heute Zagan, Polen] und Herrschaft Bieberstein [um Sorau, heute Zary, Polen] sollen geteilt werden.- 8) Die Erfurtischen Lehen sollen an Herzog Georg gewiesen werden.- 9) Es soll ein gemeiner Pfennig von Bischöfen, Grafen und Herren eingebracht werden.
| Ausstellungsort: | Freiburg im Breisgau |
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| Sprache: | deutsch |
| Beschreibstoff: | Papier |