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Johannes, Propst, Margarethe, Äbtissin, Pecze, Priorin, und der Konvent des Klosters Riesa (Rysow) beurkunden, dass sie den Nonnen (clostervrowen) Margarethe von Bautzen (Budyssyn), Margarethe von Torgau (Turgow) sowie Margarethe und Klara von Kamenz (Camencz) ihres Klosters einen jährlichen Zins von eineinhalb Schock Groschen Freiberger Münze für 24 Schock Groschen verkauft haben. Der Zins liegt auf dem Werder zu Leutewitz (yn dem werde czu Lutenwicz){1}, den das Kloster zusammen mit anderen Gütern von Caspar von Zabeltitz (Cabilticz) gekauft hat, und wird von den Bauern des Klosters (unser gebure unde besessen lute), Peter Kelen, seinem Sohn Johann (Hannus), den Kindern der Frau Hempel (der Hempelinnen kindere) und Johann, Bruder des Dietrich Schultheiß (Hannus, Ticzen Schultheisen brudir), entrichtet. Die Käuferinnen haben ein Schock von diesem Zins für drei Kerzen bestimmt, die im Kloster während der Messe vor dem Kruzifix (vor deme licham gotis) brennen sollen, ein halbes Schock jedoch zu einem ewigen Licht (czu eyner ewigen lampen), beides zum Lob Gottes und zu ihrem Seelenheil sowie zu dem ihrer Eltern, Freunde und Vorfahren (eldern, frunden unde vorvarn). - Siegel des Klosters angekündigt.
10001 Ältere Urkunden
| Archivaliensignatur | 04128 |
|---|---|
| Datierung | 22. Juli 1375 |
| Bestellen als | Sächsisches Staatsarchiv, 10001 Ältere Urkunden, Nr. 04128 |
| Benutzung im | Hauptstaatsarchiv Dresden |
Johannes, Propst, Margarethe, Äbtissin, Pecze, Priorin, und der Konvent des Klosters Riesa (Rysow) beurkunden, dass sie den Nonnen (clostervrowen) Margarethe von Bautzen (Budyssyn), Margarethe von Torgau (Turgow) sowie Margarethe und Klara von Kamenz (Camencz) ihres Klosters einen jährlichen Zins von eineinhalb Schock Groschen Freiberger Münze für 24 Schock Groschen verkauft haben. Der Zins liegt auf dem Werder zu Leutewitz (yn dem werde czu Lutenwicz){1}, den das Kloster zusammen mit anderen Gütern von Caspar von Zabeltitz (Cabilticz) gekauft hat, und wird von den Bauern des Klosters (unser gebure unde besessen lute), Peter Kelen, seinem Sohn Johann (Hannus), den Kindern der Frau Hempel (der Hempelinnen kindere) und Johann, Bruder des Dietrich Schultheiß (Hannus, Ticzen Schultheisen brudir), entrichtet. Die Käuferinnen haben ein Schock von diesem Zins für drei Kerzen bestimmt, die im Kloster während der Messe vor dem Kruzifix (vor deme licham gotis) brennen sollen, ein halbes Schock jedoch zu einem ewigen Licht (czu eyner ewigen lampen), beides zum Lob Gottes und zu ihrem Seelenheil sowie zu dem ihrer Eltern, Freunde und Vorfahren (eldern, frunden unde vorvarn). - Siegel des Klosters angekündigt.
1 Die Identifizierung mit Leutewitz östlich von Riesa ergibt sich aus dem sachlichen Zusammenhang mit Nr. 4066.
| Zeugen: | Die Ritter Ludwig von Lößnig (Lesenik) sowie dessen Söhne Johann (Hannus) und Peter; die Priester Matthias, Pfarrer zu Zeithain (Cziten), Peter, Pfarrer zu Gröba (Grobe), Peter, Pfarrer zu Weida (Widow){1} und Heinrich, Kaplan zu Riesa; die Rittermäßigen (rittermesege) Bernhard von Canitz (Benichz von Kanicz), Johann von Muschütz (Hannus von Muczewicz) und Albrecht von Merzdorf (Mertinsdorf). 1 w. Riesa |
|---|---|
| Beglaubigungsmittel: | Einschnitt für ein ehemals vorhandenes SP mit Befestigungsspuren vorhanden. |
| Provenienz: | Benediktinerinnenkloster Riesa |
| Orginaldatierung: | ... der ge geben ist noch gotis geburt M{o}CCC{o} unde LXXV{o} jare an sente Marien Magdalenen tage. |
| Sprache: | mhd. |