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Johann [I.], Bischof von Meißen, übereignet mit Zustimmung des Propstes Heinrich [von Schleinitz], des Dechanten Nikolaus [von Altenburg] und des ganzen Domkapitels{1} der Domkirche jährliche Zinse vom einem Schock breiter Groschen bzw. nach aktueller Währung drei Groschen mehr im Dorf Mittelebersbach (villa Ebirsbach, villa Media Ebirsbach) im Amt Großenhain (districtu seu territorio Haynensi).{2} Diese Zinse hatte Konrad Preuße (Pruze), Archidiakon der Lausitz, für eine Stiftung zu seinem Seelenheil von Bernhard genannt Schäfer (Schefer), Bürger in Großenhain (opidano in Hayn), gekauft, der sie nach Erhalt der Kaufsumme vor dem Bischof als seinem Lehnsherren aufgelassen hatte. Der Stifter der Zinse erhält freie Verfügung über deren konkrete Verwendung in der Domkirche. - Siegel des Bischofs und des Domkapitels angekündigt.
12856 Domkapitel Meißen
| Archivaliensignatur | 425 |
|---|---|
| Datierung | 4. Dezember 1369 |
Johann [I.], Bischof von Meißen, übereignet mit Zustimmung des Propstes Heinrich [von Schleinitz], des Dechanten Nikolaus [von Altenburg] und des ganzen Domkapitels{1} der Domkirche jährliche Zinse vom einem Schock breiter Groschen bzw. nach aktueller Währung drei Groschen mehr im Dorf Mittelebersbach (villa Ebirsbach, villa Media Ebirsbach) im Amt Großenhain (districtu seu territorio Haynensi).{2} Diese Zinse hatte Konrad Preuße (Pruze), Archidiakon der Lausitz, für eine Stiftung zu seinem Seelenheil von Bernhard genannt Schäfer (Schefer), Bürger in Großenhain (opidano in Hayn), gekauft, der sie nach Erhalt der Kaufsumme vor dem Bischof als seinem Lehnsherren aufgelassen hatte. Der Stifter der Zinse erhält freie Verfügung über deren konkrete Verwendung in der Domkirche. - Siegel des Bischofs und des Domkapitels angekündigt.
1 Die Zustimmungserklärung des Domkapitels ist hier ausnahmsweise nicht von anderer Hand später nachgetragen, sondern offenbar in einem Zuge mit dem übrigen Urkundentext von einem Schreiber geschrieben worden.
2 Die Zinse sind zu Michaelis von folgenden jeweils in ihrer Lage näher beschriebenen Grundstücken zu zahlen: [1.] Garten des Friedrich Schumann (Fricze Schuman) zwischen den Grundstücken der Gertrud (Kele) gen. Greuynne und der Gertrud (Kele) gen. Hahn (der Hanen) zwei Groschen, zwei Heller und ein Huhn; [2.] halbe Hufe des Nickel Klaus (Nickil Claws) zwischen den Grundstücken der Katharina Tusch und der Waltherin (Walherynne) 20 Groschen; [3.] halbe Hufe der Katharina Tusch zwischen den Grundstücken des Nickel gen. Klaus und der Wythgynne 20 Groschen; [4.] Garten der Gertrud Hahn zwischen den Grundstücken des Hentschel Weber (Henczschlini Webir) und des Peter Schmidt (Smyt) acht Heller und ein Huhn; [5.] halbe Hufe der Katharina (Katherina) Greuynne zwischen den Grundstücken des Friedrich Schumann (Friczkonis Schuman) und der Adelheid gen. Jans 20 Groschen, sechs Heller, einen halben Kloben Flachs (mediam peciam lini, que clobe dicitur) und ein Huhn.
| Zeugen: | Palbertus [von Mühlhausen], Kantor; Nikolaus Münzer, Kanoniker; die bischöflichen Notare und ständigen Vikare der Meißener Domkirche Siegfried Hanfmus (Hamfmu 1 Vielleicht nach Helmsdorf, w. Stolpen. |
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| Beglaubigungsmittel: | Zwei SP an Pergamentstreifen (Abb.: Blaschke, Siegel, Nr. 2 und 4). |
| Provenienz: | Hochstift Meißen |
| Orginaldatierung: | Actum in castro nostro Stolpin anno domini millesimo CCC{mo}LX nono in die beate Barbare virginis ... |
| Editionen: | Druck: CDS II, Bd. 2, Nr. 601 (mit Auslassungen). |
| Ausstellungsort: | Burg Stolpen |
| Sprache: | mlat. |