Beständeübersicht
Archivale im Bestand
10001 Ältere Urkunden
| Archivaliensignatur | 04075 |
|---|---|
| Datierung | 8. Januar 1374 |
| Bestellen als | Sächsisches Staatsarchiv, 10001 Ältere Urkunden, Nr. 04075 |
| Benutzung im | Hauptstaatsarchiv Dresden |
Balthasar, Landgraf von Thüringen und Markgraf von Meißen, beurkundet, dass die Äbtissin Elisabeth, die Priorin Sophia und der Konvent des Klosters Beuditz einen jährlichen Zins in Höhe von vier Schock neuer Kreuzgroschen (nuwer cruciger grossen) oder des Gegenwerts in Pfennigen oder anderer guter Währung von vier Hufen in Aupitz (Upas) zur Stiftung einer ewigen Messe am Altar des Heiligen Kreuzes in der Klosterkirche für den Priester Jan von Haldeck (Haldecke) an Peter von Gleina (Glyna) verkauft haben. Den Kaufpreis von 60 Schock Kreuzgroschen dafür hat Peter von Gleina an ihn bezahlt. Für diese 60 Schock hat er einen wiederkäuflich verkauften jährlichen Zins des Klosters in Aupitz in Höhe von acht schmalen Schock zu Michaelis wieder eingelöst. Die genannten Zinse von vier bzw. acht Schock sollen an den Priester des Altars des Heiligen Kreuzes fallen. Der Aussteller verpflichtet sich zudem, für die Messe Bücher, Kelche, Wein, Beleuchtung, Oblaten und insbesondere ein ewiges Licht zur Verfügung zu stellen. Dafür stellt er [jährliche Einkünfte von] zwei Mark von seinem eigenen freien Gut in Almsdorf (Almerstorf) bereit, für deren Verwaltung der Propst oder, wenn dieser verhindert ist, die Nonnen zuständig sein sollen. Der Kaplan des genannten Altars kann vom Aussteller eine Hofstatt im Dorf vor dem Kloster erhalten, falls er diese bebauen will. Außerdem räumt der Aussteller ihm das Recht ein, seine Weide mit zehn Schafen und zwei Kühen zu nutzen. Der Kaplan soll nicht gegen den Willen des Propstes durch Fenster oder Scheiben mit den Nonnen sprechen. Als Lehnsherren über den Altar werden Friedrich, Gebhard und Hermann von Haldeck sowie deren Erben festgesetzt. Friedrich von Haldeck soll für den Vorsteher der genannten Messe einen jährlichen Michaeliszins von vier Schock neuer Groschen stiften. - Siegel des Land- und Markgrafen Balthasar, der Äbtissin, des Konvents und des Propstes zu Beuditz sowie des Bischofs Witego von Naumburg angekündigt.
| Zeugen: | Heidenreich, Abt von Goseck (Goszk); Matthias Preuße (Pruze), Pfarrer zu Burgwerben (Borgwerben); Johannes Preuße, Pfarrer zu Marktwerben (Marcktwerben); Heinrich (Heyncze) Gortolf; Johann (Hanis) von Vesta (von der Veste); Peter Porzig (Porczk); Albrecht Knut. |
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| Beglaubigungsmittel: | Fünf SP an Pergamentstreifen, davon das des Bischofs beschädigt (Abb. des Siegels Balthasars: Posse, SW, T. 2, Tafel 17, Nr. 9). |
| Provenienz: | Zisterzienserinnenkloster Beuditz |
| Orginaldatierung: | ... der da gegeben ist noch gotiz geburt dryzcenhundirt jar in deme fier unde sabinzcigisteme jare an sente Erardis tage dez heiligin bisschoft unde mertirers. |
| Editionen: | Druck: SK, Bd. 2, S. 403 f. |
| Sprache: | mhd. |