Hauptinhalt

Beständeübersicht

Bestand

10548 Grundherrschaft Schleinitz

Datierung1379 - 1942
Benutzung im Hauptstaatsarchiv Dresden
Umfang (nur lfm)48,60
Gerichtsbücher.- Strafprozesse und Zivilprozesse.- Gutswirtschaft.- Kirchensachen und Schulsachen.- Kauf, Verkauf, Pacht und Hypothekenwesen.- Angelegenheiten der Fürstenschule St. Afra und der Landesschule zu Meißen.- Landtagssachen und Reichstagssachen.- Angelegenheiten der Besitzerfamilien.
Für Schleinitz, südwestlich von Lommatzsch gelegen, wurde erstmals 1231 ein Herrensitz, 1443 ein Rittersitz und 1551 ein altschriftsässiges Rittergut nachgewiesen. Die Herrschaft übte Erb- und Obergerichtsbarkeit aus.

Nachweislich zählte Schleinitz seit 1696 zum Erbamt Meißen. Im Jahr 1843 lag es im Zuständigkeitsbereich des Amtes Meißen. Ab 1856 unterstand der Ort dem Gerichtsamt Lommatzsch und seit 1875 der Amtshauptmannschaft Meißen.

Schleinitz gehörte zu den flächenmäßig größten Grundherrschaften in Sachsen während des Mittelalters. Die Besitzkomplexe der gleichnamigen Familie reichten bis nach Nordböhmen. Im Jahr 1598 kam Schleinitz an Christoph von Loß und 70 Jahre später an die Familie von Bose, die zu den führenden Geschlechtern Sachsens zählte. Joachim Christian von Bose war Reichspfennigmeister, sein Sohn Dietrich Inspektor der Fürstenschule St. Afra in Meißen. Im Jahr 1774 kam die Grundherrschaft im Erbgang an Friedrich von Zehmen und bildete mit Petzschwitz, Gödelitz und Graupzig einen Besitzkomplex. Durch sein rigoroses Vorgehen bei der Durchsetzung der Zins- und Dienstverpflichtungen gegenüber den Bauern der Grundherrschaft wurde Schleinitz 1790 zum Ausgangspunkt des Bauernaufstandes im Meißen-Lommatzscher Gebiet.

Weitere Angaben siehe 6. Herrschaften.
  • 2014 | Findbuch / Datenbank
  • 2021-06-14 | Diese Ausgabe über AWAX 2.0.1.1
Sitemap-XML zurück zum Seitenanfang