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Beständeübersicht

Bestand

22418 Fr. Kistner & C. F. W. Siegel, Musikverlag und Sortiment

Datierung1846 - 1988
Benutzung im Staatsarchiv Leipzig
Umfang (nur lfm)27,40
Platten- und Druckbücher.- Verträge.- Musikalien (Handschriften und Drucke).- Geschäftsunterlagen (nach 1945).
Der Musikverlag Kistner & Siegel entstand 1923 durch den Zusammenschluss der Firmen Fr. Kistner und C. F. W. Siegels Musikalienhandlung (R. Linnemann). Carl Friedrich Kistner hatte 1831 eine 1823 von Heinrich Albert Probst gegründete Musikalien-Verlagshandlung übernommen und die Firma (seit 1836 unter seinem eigenen Namen) fortgeführt. Sie blieb in der Familie, bis sie 1919 an die Brüder Carl und Richard Linnemann verkauft wurde. Beide waren Inhaber der seit 1870 im Familienbesitz befindlichen C. F. Siegel's Musikalienhandlung. Diese war 1846 von Carl Friedrich Wilhelm Siegel und Edmund Stoll eröffnet und 1870 an Richard Linnemann, ihren Vater, verkauft worden.
Nach dem Tod von Richard Linnemann (1874-1932) ging der Verlag an seinen einzigen Sohn, Friedrich Richard Linnemann (geb. 1902) über. Nach der weitgehenden Zerstörung des Leipziger Verlags 1943 und dem Kriegsende eröffnete der vormalige Prokurist Dr. Walter Lott eine Dependance in Lippstadt, die später nach Köln umzog. Auch nach der Gründung der DDR bestanden enge Kontakte des Leipziger Stammhauses mit der westdeutschen Filiale. In welchem Umfang der Leipziger Verlag nach 1945 noch tätig war, ist noch nicht genau bekannt; im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek finden sich Publikationen bis Ende der 1960er Jahre. Richard Linnemann starb 1977 kinderlos in Leipzig.
Der Bestand 22418 Fr. Kistner & C. F. W. Siegel, Musikverlag und Sortiment im Umfang von rd. 25 laufenden Metern befindet sich seit 2017 im Eigentum des Freistaates Sachsen.
  • 2018 | Elektronisches Findmittel
  • 2022-06-30 | Diese Ausgabe über AWAX 2.0.1.3
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