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Beständeübersicht

Bestand

22197 Forstamt Doberschütz

Datierung1958, 1960, 1971, 1989 - 2005
Benutzung im Staatsarchiv Leipzig
Umfang (nur lfm)2,93

Der Bestand enthält auch 223 Archivalien, die vor allem aus rechtlichen Gründen oder aufgrund der laufenden Bearbeitung hier nicht angezeigt werden können. Bitte wenden Sie sich im Bedarfsfall direkt an das Staatsarchiv Kontaktformular

Geschichte des Forstamtes Doberschütz
Nach der Wiedervereinigung Deutschlands entstand das Forstamt Doberschütz im Jahr 1991 aus dem aufgelösten Staatlichen Forstwirtschaftsbetrieb Wermsdorf. Das Forstamt durchlief tiefgreifende Veränderungen, um sich an die gesamtdeutschen Standards anzupassen. Dies beinhaltete sowohl organisatorische als auch ökologische Herausforderungen.
In den 1990er Jahren wurden die bisher bestehenden Verwaltungsstrukturen der DDR aufgelöst. Es kam zur Neuorganisation der Forstämter innerhalb der Landesforstverwaltung. Das Forstamt Doberschütz war davon auch in seiner Funktion als Ausbildungsbetrieb betroffen. So wurde unter anderem der Status des Reviers Schöneiche als Ausbildungsrevier aufgehoben. Der Naturschutz gewann zunehmend an Bedeutung, sodass neue Schutzgebiete ausgewiesen wurden.

In den 2000er Jahren kam es deutschlandweit zu Haushaltskürzungen und Effizienzmaßnahmen. Dies führte im Forstamt Doberschütz zu Stellenkürzungen und einer zunehmenden Rationalisierung der Forstverwaltung. In einem weiteren Schritt der Effizienzsteigerung startete die Staatsregierung im Jahr 2002 eine Verwaltungsreform, die darauf abzielte, eine Reduktion der Anzahl der Forstämter und die Neuorganisation der Zuständigkeiten in größeren Einheiten zu erreichen. Diese Verwaltungsreform wurde 2006 mit der Gründung des Staatsbetriebes Sachsenforst realisiert. Das Forstamt Doberschütz wurde in diesem Zuge aufgelöst und seine Gebiete in den neu gebildeten Forstbezirk Taura eingegliedert.

Bestandsgeschichte und -bearbeitung
In mehreren Ablieferungen übernahm das Staatsarchiv Leipzig bis 2017 insgesamt 2,97 lfd. Meter Unterlagen vom Forstbezirk Taura. Für diese Abgabe wurde ein Ablieferungsverzeichnis als Findmittel genutzt. Im Juni 2025 wurde der Bestand von der Bearbeiterin einfach verzeichnet und eine Klassifikation erstellt. Da das Forstamt Doberschütz nur bis 2006 existierte, sind keine Zugänge mehr zu erwarten.

Überlieferungsschwerpunkte
Inhaltlich dokumentiert der Bestand die Anleitung und Kontrolle der Forstreviere, Grundbesitzangelegenheiten und Bauangelegenheiten. Die Unterlagen geben außerdem Auskunft über den Forst- und Naturschutz, Jagdangelegenheiten sowie Angebote in der Öffentlichkeitsarbeit.

Verweise auf korrespondierende Bestände
22184 Staatlicher Forstwirtschaftsbetrieb Wermsdorf
13494 Staatsbetrieb Sachsenforst
22422 Forstbezirk Taura

Hinweise für die Benutzung
Bei der Bestellung und Zitierung ist anzugeben: SächsStA-L, 22197 Forstamt Doberschütz, Nr. (fettgedruckte Zahl).
Der Bestand enthält Unterlagen, die nach § 10 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 des Sächsischen Archivgesetzes erst 30 Jahre nach Ablauf der allgemeinen Schutzfrist benutzt werden dürfen; daneben enthält der Bestand auch Unterlagen, die nach § 10 Abs. 1 Satz 2 Nr. 3b und § 10 Abs. 1 Satz 2 Nr. 3c gesperrt sind. Die Vorlage dieser Archivalien ist nur nach gesonderter Prüfung im Wege des Antragsverfahrens zur Schutzfristenverkürzung möglich. Aus technischen Gründen können Verzeichnungseinheiten, die mit einer Schutzfrist gekennzeichnet sind, derzeit in der Online-Fassung des Findbuchs nicht angezeigt werden. Wir empfehlen eine Nachfrage beim verwahrenden Archiv.

Alexandra Bartczak
Juni 2025

Organisation.- Ausbildung.- Waldbewirtschaftung.- Öffentlichkeitsarbeit.- Personal.- Jagd.- Flora und Fauna.
Das Forstamt Doberschütz wurde am 1. Mai 1991 als untere Forstbehörde aus dem ehemaligen Staatlichen Forstwirtschaftsbetrieb Wermsdorf gebildet. Es war der Forstdirektion Chemnitz nachgeordnet. Bestehend aus den Forstrevieren Schöneiche, Battaune, Torfhaus, Wartha, Pressen, Bad Düben, Doberschütz und Delitzsch, beschränkte sich seine örtliche Zuständigkeit auf Teile der Landkreise Torgau, Oschatz und Delitzsch.
Das Forstamt Doberschütz nahm, wie alle Forstämter Sachsens, die den Wald betreffenden hoheitlichen Aufgaben, insbesondere die Forstaufsicht, wahr. Es wirkte zudem bei Raumordnungsverfahren, der Landes- und Regionalplanung sowie bei Umwelt- und Naturschutzangelegenheiten mit und beriet und schulte Privatwaldbesitzer. Zudem oblag ihm die Betreuung des Stadtwaldes Eilenburg. Eine Besonderheit dieses Forstamtes war die Tätigkeit als Lehrforstamt bzw. Ausbildungsforstamt.
Mit der Bildung des Staatsbetriebes Sachsenforst zum 1. Januar 2006 wurde das Forstamt Doberschütz mit den Forstämtern Falkenberg und Taura zum Forstbezirk Taura zusammengelegt.
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