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Archivale im Bestand
10001 Ältere Urkunden, 13035b
| Datierung: | 30. April/10. Mai 1636 |
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Die kaiserlichen und kursächsischen Gesandten schließen einen Traditionsrezess über die beiden Lausitzen gemäß inseriertem Prager Frieden vom 30. Mai 1635.
Ausstellungsort: Guben
Archivale im Bestand
10001 Ältere Urkunden, 13021
| Datierung: | 30. Mai 1635 |
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Kaiser Ferdinand II. und Kurfürst Johann Georg I. von Sachsen schließen einen Vertrag [Traditionsrezess] zur Abtretung beider Lausitzen [Niederlausitz und Oberlausitz] mit dem Salzzoll zu Guben an den Letztgenannten. Sie treffen diesbezüglich detaillierte Bestimmungenen, unter anderem zur Erbfolge der altenburgischen Linie im Fall des Erlöschens der kurfürstlichen Linie im Mannesstamm und zur Wahrung der Rechte der katholischen Geistlichkeit, speziell im Domstift St. Peter zu Bautzen, den Klöstern St. Marienstern und St. Marienthal und im Priorat zu Lauban [heute Luban, Polen].- Weitere genannte Orte: Seidenberg [heute Zawidów, Polen], Erzstift Magdeburg.- Weitere genannte Person: Adolf von Gersdorf.
Archivale im Bestand
10001 Ältere Urkunden, 09198
| Datierung: | 1. und 4. April 1497 |
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Wilhelm Betschitz, Archidiakon der Lausitz und Offizial der Kirche zu Meißen, lässt vom Notar Peter Hofeschneider die Zeugenaussage Nikolaus' von Köckritz auf Schenkendorf [n. Dahme] in einem Rechtsstreit zwischen Herzog Georg von Sachen einerseits und dem Stift und der Äbtissin zu Quedlinburg andererseits um die Vogteirechte des Herzogs und das Recht des Stifts, weltliche Lehen zu verleihen, beurkunden.- Weitere genannte Personen: Paulus Brachtberg, Prokurator Herzog Georgs; Ernst und Albrecht, Herzöge von Sachen; Hubaldus [Hugold?] von Schleinitz, herzoglicher Marschall; Dietrich (Theodericus) von Schönberg, herzoglicher Hofmeister; Alexander VI., Papst.
Zeugen: Donatus Fabri, Propst in Guben (Gubbin); Anthonius Hoberger, Priester der
Archivale im Bestand
10001 Ältere Urkunden, 07049
| Datierung: | 29. September 1448 |
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König Friedrich III. gebietet den Städten Bautzen, Görlitz [im Original stattdessen versehentlich Guben] und Zittau nach dem Tod ihres Vogts Thimo von Colditz, den Kurfürsten Friedrich II. von Sachsen, der im Auftrag des Ausstellers und des Königs Ladislaus [von Böhmen] zum ihrem Vogt ernannt worden ist, als solchen anzunehmen.
Archivale im Bestand
10001 Ältere Urkunden, 03964
| Datierung: | 10. April 1370 |
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Karl [IV.], Römischer Kaiser und König von Böhmen, beurkundet, dass das Geleit, das er Herzog Magnus [II.] von Braunschweig zur gütlichen Vermittlung der Streitigkeiten mit den Herzögen Rudolf [II.] und Wenzel von Sachsen[-Wittenberg] um das Herzogtum Lüneburg (Luneburg) nach Guben erteilt hat, den Rechten der Herzöge von Sachsen[-Wittenberg], speziell der von diesen erwirkten Reichsacht über das Herzogtum [Lüneburg] und seine Verweser, nicht schaden soll. - Siegel des Ausstellers angekündigt.
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10001 Ältere Urkunden, 05315
| Datierung: | 1. Oktober 1404 |
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Thimo, Bischof von Meißen, beurkundet mit Zustimmung des Domkapitels einen Tausch mit den Landgrafen von Thüringen und Markgrafen von Meißen Balthasar, Wilhelm [I.], Friedrich [IV.], Wilhelm [II.] und Friedrich, Sohn Balthasars. Die Land- und Markgrafen erhalten das Patronatsrecht der Marienkirche [Frauenkirche] in Dresden, der Bischof das der Marienkirche in Niederebersbach (Ebirspach) und der Nikolaikirche in Freiberg.- Weitere genannte Personen: Die Meißener Domherren Wenzel, Propst, Johannes, Dechant, Magister Nikolaus von Guben (Gubin), Professor der Theologie und Archidiakon von Nisan, Magister Zacharias Sleuter, Propst zu Goßenhain (Haynensis).
Archivale im Bestand
10001 Ältere Urkunden, 04091
| Datierung: | 4. Juni 1374 |
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Karl [IV.], Römischer Kaiser und König von Böhmen, gibt allgemein bekannt, dass er die Stadt Mühlhausen (Mulhusen) auf Klagen seines Arztes, Meister Heinrich (Heinczi) von Prag, vor dem Hofgericht mit der Reichsacht belegt hat. Er gebietet allen, Meister Heinrich und dessen Helfer auf deren Forderung gegen die Stadt Mühlhausen zu unterstützen. Alle Handlungen des Meisters Heinrich und seiner Helfer gegen die Stadt Mühlhausen werden rechtlich gedeckt. Der Aussteller sagt für sich und seine Erben zu, die Stadt Mühlhausen nicht aus der Acht zu lassen, bevor sie sich in dieser Angelegenheit mit Meister Heinrich oder, falls dieser inzwischen sterben sollte, mit dessen Erben verständigt (verricht) habe. - Hofgerichtssiegel angekündigt.
Ausstellungsort: Guben
Archivale im Bestand
10001 Ältere Urkunden, 04037[Transsumpt/Insert]
| Datierung: | 25. oder 26. Nov. 1372 |
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Friedrich [III.], Balthasar und Wilhelm [I.], Landgrafen von Thüringen und Markgrafen von Meißen, schließen für sich sowie ihre Erben und Nachfolger (nachkommen) als Markgrafen von Meißen ein Bündnis mit Karl [IV.], Römischem Kaiser und König von Böhmen, und Wenzel [IV.], König von Böhmen, sowie deren Erben und Nachfolgern als Königen von Böhmen. Sie geloben eidlich, die Könige von Böhmen im Besitz ihrer Fürstentümer, Länder und Herrschaften zu schützen. Als Besitzungen der Könige von Böhmen werden angeführt: Das Königreich Böhmen mit der Kurstimme, die dem Königreich Böhmen zustehenden Lehen über die Mark Mähren sowie die Herzogtümer Troppau (Troppaw), Ratibor, Liegnitz (Lignicz), Brieg (Brige), Münsterberg (Munsterberg), Oels (Olszen), Glogau (Glogow), Sagan, Oppeln (Oppul), Falkenberg, Teschen (Teschin), Cosel (Cozel), Beuthen (Beuthum), Steinau (Steinow) und Auschwitz (Usweczyn); die Länder und Herzogtümer Schweidnitz (Swydnicz) und Jauer (Jawer); die Marken und Länder Bautzen (Budussyn) und Görlitz (Gorlicz); die Städte Breslau (Bretslaw), Neumarkt (Newenmarkte), Frankenstein (Franckenstein), Namslau (Nampslaw) Glogau, Steinau und Sohrau (Gor{1}); das Land Lausitz (Lusicz) mit den Städten und Burgen Luckau (Lukow), Guben (Gubin), Sommerfeld (Somerfelt), Spremberg, Calau (Kalow), Lübben (Lubyn), Golßen (Golsyn), Peitz (Peycze), Lieberose (Lubras), Fürstenberg (Furstenberg), Straßfried (Strazzfrid) und Müllrose (Mulras); die Burgen und Städte Pirna (Pyrn), Wehlen (Welyn), Stollberg (Stolburgk), Mylau (Milyn), Reichenbach, Schöneck (Schonneck), Gattendorf (Gatendorff), Sparnberg (Sparremberg), Karlswalde [noch nicht identifiziert], Reitzenstein (Reyczenstein) und Blankenberg (Blanckenwurgk); Mühlberg (Molberg) und Würdenhain (Werdenhein), wie sie die Herzöge von Sachsen[-Wittenberg] und die [Herren von] Querfurt verkauft haben; Strehla (Streel), Hirschstein (Herstein), Glaubitz (Gluboczk), Tiefenau (Tyffenow), Elsterwerda (Olsterwerde), Dahlen (Dolan), Lößnig (Leznik), Gröba (Grobe), Fremdiswalde (Fridemanswald) und alle anderen Höfe und Güter, die der Bischof von Naumburg verkauft hat; die Burgen und Städte Hirschau (Hirschaw), Neustadt [an der Waldnaab] (Newnstat), Bärnau (Bernow), Störnstein (Storenstein) und Lichtenstein (Lychtinstein), die Ruprecht [I.] d. Ä. und Ruprecht [III.] d. J., Pfalzgrafen bei Rhein, verkauft haben; die Städte, Burgen und Märkte Sulzbach (Sulczpach), Rosenberg (Rosemberg), Neidstein (Neydstein), Hartenstein (Herttenstein), Hohenstein (Hohensteyn), Hilpoltstein (Hyltpoltstein), Lichteneck (Lychtneck), Thurndorf (Torrendorf), Frankenberg (Franckenberg), Auerbach (Awerbach), Hersbruck, Rothenberg (Rotemberg), Lauf (Lauff), Velden, Plech, Eschenbach, Pegnitz, Hauseck (Houzekk), Werdenstein und Rupprechtstein (Ruprechtstein), die ehemals Rudolf [II.], Pfalzgrafen bei Rhein, gehört haben und erblich an die Pfalzgrafen Ruprecht [I.] d. Ä. und Ruprecht [III.] d. J. gefallen sind, die sie wiederum an den Kaiser verkauft haben; die Stadt Weiden sowie die Burgen Parkstein (Parchstein) und Floß (Flozz); die Burgen und Güter Erlangen (Erlange), Prichsenstadt (Briezendorff){2}, Willanzheim (Wylantsheim), Mainbernheim (Bernheim), Heidingsfeld (Heytingsfelt), Behemfurt{3} und alle anderen Burgen und Güter in Franken und deutschen Landen; die Lehnsverhältnisse der Edlen von Pack (Pake) und Hakeborn (Hakemburn), der [Vögte] von Plauen (Plawen) mit Burg und Stadt Plauen, Gansgrün (Johansgrun) und Triebel (Tyrbil), der [Herren von] Schönburg (Schonemburk) mit Glauchau (Gluchow) und Meerane (Mer), der [Herren] von Waldenburg (Waldemberg) mit Burg und Stadt [Waldenburg], der [Herren] von Colditz (Koldicz), der [Herren] von Eilenburg (Ylenburg) mit Eilenburg, des Grafen Heinrich [IX.] von Schwarzburg mit Arnstadt (Arnstett), Burg und Stadt Saalfeld (Solfeld), Rudolstadt (Rudolfstat), Könitz (Chunczen) und Brochenstein, des Grafen Heinrich [XI.] von Schwarzburg mit Leutenberg (Lutemberg) und Remda (Remde), des Reußen (Buzzen [sic!]) von Plauen mit Posterstein bei Altenburg (mit dem Stein bey Aldemburgk), des anderen Reußen von Plauen mit Treuen (Druhen), der [Burggrafen] von Dohna (Donin) mit der Burg Dohna, der [Vögte] von Gera mit Lobenstein (Libenstein{4}), der Sparnecker (Spornnecker) mit dem dritten Teil der Stadt Münchberg (Munchberg) und der Burg Waldstein, des Herren Berka [von der Duba] (Berkken) mit Hohnstein (Hohenstein) und Schwarzberg (Swarczberg) und des [Herren] von Michelsberg (Michelsperg) mit seinen Burgen; die Pfandschaften zu Hirschberg (Hirszberg) und Adelburg; Donaustauf (Tumstauf) als Pfandschaft vom [Hoch]stift Regensburg; Iphofen (Ypphoven) als Pfandschaft vom [Hoch]stift Würzburg. Die Bedingungen für die Hilfeleistung werden angeführt. Das neue Bündnis soll frühere Bündnisse der Aussteller sowie des Vaters [Friedrich II.] der Aussteller mit Kaiser [Karl IV.] und dessen Vater [König Johann von Böhmen] nicht grundsätzlich außer Kraft setzen. Allerdings sollen deren Artikel über die Länder Lausitz (Lusicz), Schweidnitz (Swydenicz) und Jauer (Jawer) sowie die Pfandschaft der Burg Hirschberg (Hirszberg) ungültig werden, da die genannten Länder erblich und die genannte Burg als Pfandschaft an Kaiser [Karl IV.] und König Wenzel [IV.] gefallen sind. Die Aussteller nehmen Ludwig, Bischof von Bamberg, und Friedrich [V.], Burggrafen von Nürnberg, in das Bündnis mit auf. Die Bündnisurkunden des Burggrafen von Nürnberg mit dem Kaiser sollen jedoch in Kraft bleiben. Das Bündnis soll auch nach dem Tod Bischof Ludwigs in Kraft bleiben. - Siegel der Aussteller angekündigt.
1 Die in Anmerkung 1 zur Originaldatierung genannte Abschrift hat Zor. Daraus wurde auf Sohrau geschlossen.
2 Vgl. Siegfried Grotefend, Die Erwerbungspolitik Kaiser Karls IV., Berlin 1909. S. 56.
3 Vgl. ebenda, S. 59.
4 Dies ist offenbar ein Schreibfehler. Die in Anmerkung 1 zur Originaldatierung genannte Abschrift hat richtig Lobensteyn.
1 Die in Anmerkung 1 zur Originaldatierung genannte Abschrift hat Zor. Daraus wurde auf Sohrau geschlossen.
2 Vgl. Siegfried Grotefend, Die Erwerbungspolitik Kaiser Karls IV., Berlin 1909. S. 56.
3 Vgl. ebenda, S. 59.
4 Dies ist offenbar ein Schreibfehler. Die in Anmerkung 1 zur Originaldatierung genannte Abschrift hat richtig Lobensteyn.
Archivale im Bestand
10001 Ältere Urkunden, 03520
| Datierung: | 1. März 1358 |
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Karl [IV.], Römischer Kaiser und König von Böhmen, schließt ein Bündnis mit Friedrich [III.], Balthasar und Wilhelm [I.], Landgrafen von Thüringen und Markgrafen von Meißen. Er gelobt mit geschworenem Eid, die Markgrafen im Besitz des Landes Thüringen (Duringen), der Marken Meißen, Osterland, Landsberg (Landesperg) und Lausitz (Lusicz), des Pleißenlandes, der Grafschaft Orlamünde (Orlamund), ihrer Festen und Güter in Franken, ihrer vom Vogt Heinrich [V.] d. Ä. von Plauen gekauften Festen Voigtsberg (Voytsberg), Mühltroff (Muldorf), Hirschberg (Hirzberg), Wiedersberg (Widirsberg), Adorf, Liebau (Lubow), Pausa (Pusin) und Oelsnitz (Olsnicz), ihrer Festen Gusten, Zörbig (Czurbeg), Salzfurt (Salczfurt), Gräfenhainichen (Grefenhain), Düben (Dybin) und Kleutsch (Klusch) in Sachsen sowie ihrer Festen Golßen (Golsin), Peitz (Picz), Lübben (Lubin), Guben (Gubin), Luckau (Luckow) und Sommerfeld (Sumerfelt) in der Lausitz (Lusicz) zu schützen. Die Bedingungen für die Leistung des Beistandes werden angeführt. – Siegel des Ausstellers angekündigt.
Archivale im Bestand
10001 Ältere Urkunden, 03506
| Datierung: | 13. Oktober 1357 |
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Die Brüder Hans (Hannus) und Hartmann Mager bekennen für sich, ihre Brüder und ihre Erben, dass sie ihren Herren, den Markgrafen Friedrich [III.], Balthasar, Ludwig und Wilhelm [I.] von Meißen, und deren Erben gelobt haben, mit ihrer Feste Peitz (der Pyczen) gegen jedermann zu dienen und die Feste im Bedarfsfall stets den Markgrafen zu öffnen. – Siegel der Aussteller angekündigt.
Ausstellungsort: Guben