Hauptinhalt

Maximilian Speck von Sternburg und seine Erben

Ausstellungsplakat
Ausstellungsplakat  © Quelle: Sächsisches Staatsarchiv

Der Aufstieg des Maximilian Speck (1776 - 1856) zum bedeutenden Leipziger Wollhändler, international geschätzten Fachmann für Schafzucht und renommierten Kunstsammler war der Beginn des erfolgreichen Wirkens der Familie, die seit der Nobilitierung den Titel »Freiherren Speck von Sternburg« trägt. Der Name ist heute noch mit dem Leipziger Handelshaus Specks Hof, dem Mustergut in Lützschena, der traditionsreichen Sternburg-Brauerei und der Sternburgschen Kunstsammlung verbunden. Die Erben der weit verzweigten Familie setzten als Majoratsherrn ihr Engagement in Lützschena fort oder gingen wie der deutsche Botschafter in Washington Hermann Speck von Sternburg (1852 - 1908) andere berufliche und private Wege außerhalb Deutschlands. Familienzweige reichen daher in die USA, nach England, Österreich und die Schweiz.

In der 2017 im Staatsarchiv Leipzig erarbeiteten Ausstellung werden die familiären Beziehungen über sechs Generationen bis zur Gegenwart sichtbar gemacht. In Themen wie dem Ausbau des Ritterguts Lützschena, der Brauereigeschichte, den Reisen durch verschiedene Kontinente oder künstlerischen Aktivitäten werden einzelne Familienmitglieder näher vorgestellt. Sichtbar wird ein nachhaltiges soziales Engagement der Familie, das sich bis in die Gegenwart in der Unterstützung von Bildungs- und gemeinnützigen Einrichtungen zeigt. Die Biografien lassen herausragende Leistungen im Wirtschafts- und Kulturbereich erkennen, sie spiegeln aber auch die Brüche des 20. Jahrhunderts wider. Der zeitliche Bogen der Ausstellung reicht vom jungen Kaufmann Maximilian Speck bis zu den heutigen Erben. Im Mittelpunkt stehen Zeugnisse aus dem Familienarchiv Speck von Sternburg, das im Jahr 2015 durch Wolf-Dietrich Freiherr Speck von Sternburg an das Sächsische Staatsarchiv übergeben wurde. Die Präsentation wird ergänzt durch weitere Quellen aus dem Staatsarchiv Leipzig, insbesondere den Beständen 20466 Rittergut Lützschena und 20968 Brauerei Sternburg, Lützschena, sowie aus Privatbesitz.

  • Der Aufstieg des Maximilian Speck

    Der 1776 in Gröba (heute Riesa) in einer Gastwirtsfamilie geborene Maximilian Speck kam 14-jährig nach Leipzig.

  • Das Rittergut Lützschena

    Maximilian Speck erwarb 1822 das Rittergut Lützschena und baute es zu einem Mustergut aus.

  • Die Sternburg-Brauerei

    Bierkasten
    © Quelle: SächsStA-L, 22382 Familienarchiv Speck von Sternburg, Nr. 496

    Im Jahr 1822 erwarb Maximilian Speck mit dem Rittergut Lützschena auch die dort bereits existierende Brauerei.

  • Die Erfolge in der Landwirtschaft

    Mit dem Erwerb des Ritterguts Lützschena gelang es dem Wollhändler Maximilian Speck, eigene Schafwolle zu produzieren und seine Ideen über neue Methoden in der Landwirtschaft praktisch umzusetzen.

  • Die Handels-, Bildungs- und Dienstreisen

    Zeichnung einer Kutsche, angefertigt von Maximilian Speck, um 1825
    © Quelle: SächsStA-L, 22382 Familienarchiv Speck von Sternburg, Nr. 40

    Durch seine Tätigkeit als Korrespondent für Französisch und Englisch bei »Beyer & Co.« unternahm Maximilian Speck ausgedehnte Handelsreisen.

  • Die Rolle der Kunst in der Familie

    Seine Geschäftsreisen nutzte Maximilian Speck auch zur Besichtigung der wichtigsten Kunstsammlungen seiner Zeit.

  • Das soziale Engagement im Johanniterorden

    Johanniterkrankenhaus in Szittkehmen, 1912
    © Quelle: SächsStA-L, 22382 Familienarchiv Speck von Sternburg, Nr. A 203

    Das ausgeprägte soziale Engagement von Maximilian Speck von Sternburg setzte sich bei seinen Erben fort.

  • Die Familie Speck von Sternburg

    Die familiären Beziehungen werden auf einer Nachfahrentafel über sechs Generationen sichtbar gemacht und einzelne Familienmitglieder näher vorgestellt.

  • Quellen zur Familie Speck von Sternburg im Staatsarchiv Leipzig

    Wichtige Quellen zur Familie befinden sich in den Beständen der Justiz- und Verwaltungsbehörden, Rittergüter, Unternehmen sowie in Nachlässen und genealogischen Sammlungen des Staatsarchivs Leipzig.

  • Ausstellungstafeln

    Ausstellungstafeln
    © Quelle: Sächsisches Staatsarchiv

    Die Ausstellungstafeln der 2017/2018 im Staatsarchiv Leipzig gezeigten Ausstellung stehen hier zum Download zur Verfügung.

zurück zum Seitenanfang